Pithie beschert Red Bull den Heimsieg – 108. Auflage von „Rund um Köln” begeistert Rekordkulisse
Köln, 17. Mai 2026 – Der neuseeländische Radprofi Laurence Pithie hat die 108. Auflage von „Rund um Köln” gewonnen und damit seinem Team Red Bull – BORA – hansgrohe den ersten Erfolg bei diesem deutschen Klassiker beschert. Im Sprintfinale einer kleinen Ausreißergruppe hielt Pithie die Konkurrenten Fred Wright und Aimé de Gendt in Schach und feierte damit den dritten Sieg seiner Karriere.
Ein Finale wie ein Klassiker
Das Rennen sah zunächst eine Ausreißergruppe mit fünf Fahrern: Michael Kukrle, Joshua Gdnitz, Rik van der Wal, Silas Koech und Ole Theiler. Die schwierigen Bedingungen forderten jedoch ihren Tribut im Peloton, und das Rennen wurde am Nachmittag wie ein Klassiker gefahren. 47 Kilometer vor dem Ziel attackierten Fred Wright und Laurence Pithie aus dem Feld und rissen eine Lücke. Später stieß Wrights Teamkollege Aimé de Gendt dazu. Das Trio harmonierte gut und hielt den Abstand zu einem unruhigen Hauptfeld, in dem immer wieder Attacken zum Übersetzen starteten.
Im Schlusssprint spielte Pithie seine überlegene Sprintfähigkeit aus und sicherte sich den Sieg. Im Verfolgerfeld gewann den Sprint Jordi Meeus vor Tobi Müller.
„Das ist natürlich ein sehr wichtiger Sieg für das Team”, so Pithie im Ziel. „Wir hatten hier ein paar Karten, die wir spielen konnten. Mein Job war es, in den Gruppen mitzugehen. Es hat dann aber gereicht, um durchzukommen und den Sprint zu gewinnen. Weil ich hinten ja noch Jordi hatte, konnte ich mich bei der Arbeit ein wenig zurückhalten. Das hat sich dann ausgezahlt.” Damit war es auch Pithies erster Erfolg für Red Bull – das Team konnte seinen 15. Sieg in diesem Jahr bejubeln.
Anspruchsvolle Strecke durch das Bergische Land
Die Profis hatten auf der 191 Kilometer langen Strecke insgesamt 2.060 Höhenmeter zu bewältigen – 10 Kilometer länger und 210 Höhenmeter mehr als im Vorjahr. Zu den Schlüsselstellen zählten der berüchtigte Agathaberg mit Steigungen von bis zu 27 Prozent, den viele Profis schiebend überwanden, sowie der legendäre Kopfsteinpflaster-Anstieg zum Schloss Bensberg, der im letzten Renndrittel gleich dreimal bezwungen werden musste.
Rekordteilnahme bei den Hobbyfahrern
Nicht nur das Profirennen lieferte Spektakel – auch bei den Jedermannrennen wurden neue Maßstäbe gesetzt. Insgesamt gingen 8.675 Teilnehmerinnen und Teilnehmer an den Start – so viele wie nie zuvor in der Geschichte der Jedermannrennen. Besonders erfreulich: Der Frauenanteil wächst stetig; beim Velodom 30 liegt er bereits bei beeindruckenden 31 Prozent. Die Gran-Fondo-Fahrer radelten dabei größtenteils auf der Strecke der Profis, vom Rheinauhafen durch das Bergische Land und zurück in die Kölner Innenstadt.
Ein Volksfest für die Domstadt
In jedem Veedel, durch das die Strecke führte, herrschte Ausnahmezustand. Ob in der Kölner Altstadt, in Dellbrück oder weit draußen im Grünen – die Begeisterung der Zuschauer am Straßenrand machte das Event erneut zu einem echten Volksfest. „Rund um Köln” ist das älteste Profi-Rennen Deutschlands und wurde erstmals 1908 ausgetragen. An diesem Traditionsreichtum hat sich der Charakter des Rennens bis heute nichts geändert: Spitzensport und Breitensport vereint unter bedecktem Kölner Himmel.
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