Trotz alledem. Joseph Areruya rettet bei Paris Roubaix die Ehre

Er war zum Lernen in die Hölle des Nordens gekommen. Die Hölle in seinem eigenen Land hatte er nicht erlebt. Er wurde erst danach geboren. Man erwartete deshalb nicht all zu viel vom ersten schwarzafrikanischen Fahrer bei Paris Roubaix. Trotzdem schlug sich Areruya achtbar. Bis ihn ein Sturz aus der Bahn warf.

Das war den Kommentatoren immerhin die Meldung wert, dass der erste Fahrer aus Rwanda, der am Rennen teilnahm , das Rennen wegen eines Sturzes nicht beenden konnte. Richtig aussprechen konnten sie den Namen Areruya auch nicht. Sie sagten es wörtlich und nicht phonetisch richtig, also Aleluya. 

Der Afrikaner ließ sich trotz der widrigen von alledem nicht abschrecken. Er wollte sein Paris Roubaix zu Ende fahren. Und das tat er auch. So fuhr er auf dem holprigen Straßen dem sich immer mehr zersplitterden Feld hinterher. Vorbei an Kollegen, die entkräftet oder entnervt aufgaben. Areruya hatte nur ein Ziel, das Stadion in Roubaix. Und das erreichte auch. Es waren nicht sonderlich viel Leute dort. Die Wertung für den Zieleinlauf war längst beendet und einige der Anwesenden schauten sicher erstaunt, als der Schwarzafrikaner seine anderthalb Runden im Stadion fuhr und dann ins Ziel rollte. Aber alle klatschten. Sicher. Und sicher hat man ihm einem Pflasterstein in die Hand gedrückt. Ich hoffe doch sehr.

 

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