Sa. Okt 19th, 2019

Tour of Qinghai Lake 3.Etappe

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Tour of Qinghai Lake 3.Etappe

Es lebe der Sport. Er hält uns jung und macht uns hoart. Abseits von  der Tour de France bietet in China die Tour of Qinghai Lake den Radprofi die Gelegenheit zu sportlicher Ertüchtigung. Ich rede, wie sie sehen, von Sport und nicht von einer weltweit ausgetragenen Werbeveranstaltung, der alle Jahre wieder erliegen. Die Jungs die in China umherfahren, werden sicher über eine Cima Coppi oder Bergprämie Legrange lachen. Auf dieser Höhe zu fahren ist für sie Alltag. Die erste und zweite Etappe des Rennens fanden schon auf mindestens 2200 m Höhe über dem Meeresspiegel statt. 

Heute wurde die Angelegenheit noch ein wenig übertroffen. Man überquerte einen nicht namentlich bezeichneten Pass in 3827 m Höhe über den Meeresspiegel. Wenn man bedenkt, dass die Vollprofis bei den Tour de France gestern auf einer relativen Flachetappe sich gestern über 21 Minuten Zeitrückstand eingefangen haben. Und Rick Zabel ist ein Vollprofi. Dann würden diese Jungs in China wohl des öfteren das Liedchen “Atemlos durch die Nacht” auf ihren Lippen haben. Also, singen würden sie sicher nicht mehr, da oben, in der Nacht, in den chinesischen Bergen.

Ich bewundere ja immer die Jungs vom Team Bike Aid, die sich für wenig Geld diesen Herausforderungen stellen. Da muss man schon ein wenig Abenteurer Blut in den Adern haben. Da werden sicher einige persönliche Grenzen angegangen.

Die heutige Etappe führte von Duoba nach Guide. Sie war 140 km lang und führte über den 3827 m hohen Pass. Das minimale Niveau der Etappe lag bei rund 2000 m und die Sprintwertung wurde 2667 Höhe durchgeführt.

Trotz des dicken Hügels in der Mitte, kam es in Guide zu einem Massensprint. Den hat Michael Grosu vom Team Delko Marseille Provence gewonnen. Zum Schutz der Profis bei der Tour de France muss ich sagen, dass der letzte Fahrer hier 37 Minuten hinter dem Sieger ins Ziel kam. Der war Chinese und sollte doch eigentlich an die Verhältnisse angepasst sein. Bester deutscher Fahrer Mario Vogt vom Team Sapura Cycling, mit 1:13 Minuten Rückstand auf dem 59. Rang. Der hatte schon in diesem Jahr die Punktewertung bei der Tour de Filipinas für sich entschieden. Bester vom Team Bike Aid wurde Nikodemus Holler auf Rang 71, mit über 8 Minuten Rückstand.

In der Gesamtwertung führt nun der nicht ganz unbekannte Spanier Oscar Sevilla vom kolumbianischen Team Medellin. Sevilla war beim Team T-mobile Helfer von Jan Ullrich und wurde im Zuge der Fuentes Affaire zusammen mit Ullrich gefeuert. Er hatte damals kein Doping zugegeben, wurde aber Jahre später wegen eines anderen Dopingfalls von der UCI gesperrt.

Ergebnis >>>>>

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