Do. Apr 2nd, 2020

Tour Down Under. Sam Bennett macht`s in Tanunda.

3 min read

Der Tag endete mit einer Genugtuung für den sympathischen Iren Sam Bennett. Er  holte am ersten Tag der neuen World Tour direkt den ersten Sieg für sein neues Team Deceuninck Quickstep. Damit entsprach er natürlich voll den Erwartungen, die Mannschaft an ihn stellt. Vor zwei Tagen beim Kriterium klappte es noch nicht ganz. Aber jetzt hat er den Zweiflern gezeigt was in ihm steckt und das er auch unter Druck liefern kann. Dazu hat  er ja kein Fischfutter besiegt. Es war ein Großteil der Elite des Radsports am Start. Ich Rede von Greipel, Elia Viviani Caleb Ewan und vielen anderen mehr. André Greipel hat auf dieser Etappe etwas für sein Ego getan. Er wurde in diesem illustren Feld fünfter, zwar einen Platz hinter Elia Viviani, aber immerhin noch vor dem Sieger des Auftaktrennens der Tour Down Under Caleb Ewan. Und der hat ihm ja damals seinen Platz bei Lotto Soudal streitig gemacht.

Die heutige Etappe der Tour Down Under führte fünfmal un Tanunda. Tanunda wird slängelnde Australier sicher wie Down Under aussprechen. Denke ich mal. Die Strecke war 150 km lang. Es gab einige kleine Berge. Der höchste heißt Anguston und ist 351 Meter hoch. Das Ziel liegt auf 253 Höhe Meter über dem Meeresspiegel.

Simon Geschke und seine Mannschaft hatte ihr Trainingslager in Woodside aufgeschlagen. Da war man natürlich mittendrin in den Waldbränden. Jedenfalls in den verkohlten Resten. Um Adelaide hat es auch gebrannt. Aber nicht in den Ausmaßen. Trotzdem hat die deutsche Presse den Kontinent ein wenig kleiner gemacht als er ist. Australien  ist nun mal etwas größer als Bayern. Und in Adelaide ist es im Moment nicht brütend heiß, sondern saukalt- Äh, ja.  Jedenfalls was die Relation betrifft. Hat man letztes Jahr noch die 40 bis 50 Grad in den Medien hochgejubelt. Es waren in Wirklichkeit 40, so redet man dieses Jahr von erbärmlichen 20 Grad. Auch das ist Klimakatastrophe.

Brand bei Adelaide im Dezember 2019

Ich frage mich, wie es wird, wenn es dieses Jahr bei Paris Roubaix schneit. Ist das nun gut oder schlecht? Egal, auf jeden Fall ist das Klimakatastrophe. Und das Wort Katastrophe verkauft nicht erst seit den Steel Buddies Klicks.

“Katastrophe.”

Der Quatsch der letzten Jahre wird fortgesetzt. Was bleibt auch sonst übrig. Wenn man 5 mal am Publikum vorbeikommt, muss man ja irgendwie künstlich Spannung erzeugen. Wenigsten holten sich die vier Ausreißer um Joe Rosskopf von CCC ein paar Bonuswertungen. Jarrad Drizners vom Team UniSA-Australia konnte sich so die Bergwertung sichern. Die Jungs hatten zwar im Laufe der Zeit vier Minuten Vorsprung, wurden aber nach und eingeholt. Aber letzter war Joe Rosskopf dran, der dafür als kämpferischster Fahrer ausgezeichnet wurde.

In der letzten Runde blieb das Feld zusammen und es kam zum Massensprint. Sam Bennett wurde der Sprint von seinem Kumpel Shane Archbold, mit dem er von Bora hansgrohe nach Deceuninck Quickstep gewechselt war,  angezogen und dann vollstreckte er mustergültig. André Greipel brachte mit seinem fünften Platz die Israel Start Up Nation in die Schlagzeilen. Das wird auch von ihm erwartet.

Viel verbrannten Urwald haben die Jungs an diesem Tag nicht gesehen. Man ist halt in der falschen Gegend. Gewissen Kollegen gebe ich daher den Rat, Sex sells. Das ist doch viel netter als diese ewigen Horrorgeschichten. Auch sehen die Leute am Straßenrand nicht gerade erfroren aus, wie sie da unter den grünen Bäumen den Radlern zujubeln. Bei sonnigen 25 Grad im Schatten reden wir bei uns übrigens von Sommer.

Ergebnis <<<<

Fotos <<<<<<

Please follow and like us:
error

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

RSS
Follow by Email
Facebook
Twitter
YouTube
Instagram