Di. Nov 12th, 2019

Tour de France. Die Ausreißer werden wach

4 min read

Es sind viele Menschen am Straßenrand. Es ist auch der Nationalfeiertag. In Frankreich. Zudem fährt ein Franzose in gelb und hat gute Aussichten es auch heuter Abend wieder übergestreift zu bekommen. 

Das tut der Stimmung sicher keinen Abbruch. Diesen Stimmungsabbruch hatte aber Rui Costa vom Team UAE Emirates. Obwohl er sich bemühte Anschluss zu finden, ließen ihn die 15 Ausreißer nicht mitspielen. Sein Ruf als Lutscher war auch kein Einladungsschreiben. So ließ man ihn bei 30 Sekunden Rückstand verhungern. Als er endlich einsah, dass keiner mit ihm spielen will, ließ er sich langsam ins Peloton zurückfallen.

Das dauerte recht lange, denn die Jungs unter Führung von Deceuninck Quickstep hatten mittlerweile einen Rückstand von 10 Minuten. Den Spott musste er aber trotzdem ertragen. Der Mann ist jetzt nicht ganz so beliebt.

Vorher hatte einer der Ausreißer des gestrigen Tages ein unschönes Erlebnis. Alessandro De Marchi stürzte schwer und wurde mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gefahren.

Die Ausreißer wurden recht schnell fahren gelassen. Ein Mann von Movistar, Marc Soler , erreichte die Gruppe noch im Alleingang im Anstieg zur ersten Bergwertung an der Mur Aurec sur Loire. Tony Martin vom Team Jumbo Visma ist auch mit vorne dabei.

Die Gruppe wird auf rund 10 Minuten gehalten. Da hat Alaphilippe noch einen Spielraum von 14 Minuten.Der Schnellste der Gruppe vorne, Nicolas Roche, liegt 23 Minuten zurück.

Die Etappe führt heute von St. Etienne über 170 km nach Brioude. Es geht also ins Massif Central. Einige Bergwertungen stehen auf dem Programm. Eine hat sogar die erste Kategorie. Der höchste Berg liegt bei über 1000 Metern.

Da sagen die Fernsehkommentatoren immer, dass lange Flacheteappen langweilig sind. Die heute führt nun über die Berge. und sollte viel Spannung versprechen. Das Gegenteil ist der Fall. In der Spitzengruppe sind 14 Mannschaften vertreten. Die meisten im Peloton haben keine besondere Lust und so wird es gegen Ende darauf ankommen, wer in der Spitzengruppe die meisten Kräfte hat. Fazit:auch Bergetappen können für wenig Spannung sorgen. Ich geb es zu. Ich bin bei der Übertragung eingeschlafen. Das letzte was ich gesehen habe, war, dass Pöstlberger von Bora hansgrohe sich abgesetzt hatte.

Dann wachte ich wieder auf. Rechtzeitig um den Zweikampf von Dary Impey vom Team Mitchelton Scott und Tiesj Benoot von Lotto Soudal zu sehen. Benoot zog den Sprint an, musste aber schnell einsehen, dass gegen Impey kein Kraut gewachsen war. Der vor dem Schlaf noch in Führung liegende Pöstlberger radelte 5 Minuten später ins Ziel.

Danach sah schöne Bilder einer Radausfahrt mit Präsident. Der Präsident war Alaphilippe und seine Vereinskameraden kamen ein paar Wochen hinter dem Sieger ins Ziel. Doch langte es noch zur Überreichung des gelben Trikots am Ende des Tages. Es soll am letzten Berg wirklich spannend gewesen sein. Aber man ja nicht alles haben.

Ergebnis >>>>>>

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