Mi. Nov 13th, 2019

Thomas Lebas gewinnt die Tour of Indonesia

3 min read

Einmal  noch nach Bali einmal nach Shanghai oder so. Die Träume der Seeleute wurden von gewieften Geschäftsleuten in  Sahne gegossen und als schwülstige Lieder verkauft. Endstation Sehnsucht. Dahin wo der  Normalbürger in der Regel nie kommt und wenn er da ist, nie sein will. Denn das zerstört den Traum.

 

Wir waren aber da. In Bali zum Beispiel. Und es ist bei mir auch schon lange her. Gut 50 Jahre und wir waren sicher eine paar Jahre jünger als die Jungs auf den Rädern heute. Da werden die Slums zu Palästen. Doch waren sie es damals nicht auch schon? Wenn ich von wir spreche, dann meine ich mich und die Jungs auf den Rädern. Die sind aber noch heute da, waren es damals aber nicht. Vielleicht, weil noch nicht einmal deren Eltern geboren waren. Trotzdem gebe ich allen eine alte Weisheit der Seeleute, vielleicht ist es ja nur ein Schnack,  mit auf den Weg: “Schlage nie ein Kind im Ausland. Es könnte dein eigenes sein.”

Jetzt könnten mir ja gewisse Leute etwas vorwerfen. Egal was. Alles, was ich noch zu sagen hätte, dauert eine Zigarette( die ich und sie hoffentlich nicht rauchen) und ein letztes Glas im Stehen. Denn bei dieser Tour  fährt auch Van Aert mit. Nur heißt der nicht Wout, sondern Bernard und ist Indonesier und ein guter Radsporsportler.

 

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🚴🏻‍♂️ #bernardbva

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Stelle mir gerade vor, wie meine Enkel auf Bali dem Fahrradrennen zugucken. Denn man ist auf der letzten Etappe von Java auf die kleinere Insel übergesetzt. Noch einmal waren 137 km von Gilimanuk nach Gianyar waren zu fahren. Dort gibt es einen Geopark und natürlich die endgültige Siegerehrung. Vorher mussten die Jungs aber noch über einen Berg. Der Anstieg zum Pura Puncak kam fast ganz am Ende und er hatte es in sich. Von Meereshöhe ging es in 32 Kilometern auf 1699 m über dem Meer. Danach folgte aber noch eine kleine Abfahrt und man durfte sich anschließend dem 2,4 km langen Schlussanstieg widmen. Mit einer Steigung von 7 Prozent.

Verständlich, dass Mario Vogt auch heute nicht unter den Besten zu finden war. Er tauchte zwar in der Ergebnisliste auf. Ganz am Ende mit dem Kürzel DNF. Der Tag ist also nicht so ganz richtig gut gelaufen.

Dagegen hatte sein Teamkollege Benjamoin Dyball von Sapura Cycling eine Sternstunde. Er gewann das Rennen mit einer Minute Vorsprung. Mario Vogt wird sich auch gefreut haben. Radsport ist ja eine Mannschaftsangelegenheit. In der Gesamtwertung liegt Dyball aber 20 Minuten zurück.

In dieser jubelte ganz am Ende der Tour of Indonesia der Franzose Thomas Lebas vom japanischen Team Kinan Cycling. Er konnte die Führung der letzten Tage mit einem 8. Tagesplatz und 5 Minuten Rückstand verteidigen und stand freudestrahlend mit und Lyons Angus von Real Food und Jeroen Meijers vom Tayunan Miogee Cycling Team auf dem Podest in Gianyar.

Ergebnis>>>>>>>

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