Di. Jun 2nd, 2020

Swiss 5. Den Spitzenreiter verloren.

2 min read
digital swiss 5

Pierre Latour

Lange Zeit sah man  Pierre Latour von Ag2R als  unbestrittenen Spitzenreiter vor dem Peloton herradeln. Natürlich gab es wie immer keiner Peloton, sondern nur einen über die Strecke verteilten Haufen von Fahrern. Latour trat bis zu seinem Verschwinden 7 bis 8 Watt pro Kilogramm Körpergewicht. Die anderen nur 5 bis 6. Das verschaffte ihm schnell einen enormen Vorsprung. Bis er dann zur Hälfte des Rennens sang und klanglos von Bildschirm verschwand. Jedenfalls sein Püppchen mit dem Fahrrad. Die Kommentatoren rätseln kurze Zeit herum. Es gab keine Informationen und entschieden sich dann dafür, dass sein System zu viel Leistung angezeigt hatte und er deshalb disqualifiziert wurde. So geht das in modernen digitalen Radsport. Ein Mausklick und du bist von der Bildfläche verschwunden. Die Rennleitung bestätigte später, dass er wegen technischer Probleme mit seinem Heimtrainer disqualifiziert wurde. Ich mal nicht hoffen, dass er sich den Mixer von seiner Frau ausgeliehen hat.

Nicholas RocheSang und klanglos wie Latour verschwand übernahm der bisherige Zweite, der Ire Nicholas Roche die Tabellenführung und gab sie bis zum Ende nicht mehr ab. Es war der Tag der Kletterer. Der Ire mit französischen Wurzeln, er ist in Conflans Sainte Honorine bei Paris geboren, ist nun nicht gerade ein Leichtgewicht. Zu seinen 70 Kg komm eine Körpergröße von 178 cm. Da er aber dieses Jahr in dieser Disziplin einen Erfolg (Rang 6 )auf einer mittelschweren Etappe der Tour des Alpes Maritimes und Haut Var erzielt hatte, wird er so gewertet. Letztes Jahr,  bei der Tour de France, belegte in dieser Kategorie am Ende den 53. Rang. Er ist eigentlich ein Roller. Im Gegensatz zu Latour und anderen. Das heißt, auch bei der dritten Etappe der Swiss 5, die immerhin auf den 2427  Nufenen Pass hochging,  siegte derjenige, der am meisten Watt treten konnten.

Kommen wir endlich zu Strecke des Tages. Es ging in Fiesch im Rhonetal auf einer Höhe von 1024 Metern los. Der Fluss heißt hier deutschschweizerisch Rotten. 20 km ging dann eher flach daher, bis der 13 km lange Aufstieg auf den Nufenenpass begann. Hier wurde Latour aus der Wertung genommen. Die Strecke hatte eine Länge von 33,54 Kilometern. Nicholas Roche benötigte dafür 1 Stunde und 12 Minuten, Wieder waren so an die 50 Fahrer am Start.

Deutsche Fahrer waren auch dabei. Emanuel Buchmann von Bora hansgrohe wurde 13. mit gut 5 Minuten Rückstand. 

Das mediale Interesse ist dagegen nicht  so. Wer auf die Twiiterseite von  Velon CC geht sieht dort 10000 und mehr Klicks auf den einzelnen Tweeds. Wer aber das Rennen, wie live verfolgt hat, hat gesehen, dass da maximal 200 Leute zugeschaut haben. Nicht in Deutschland. Nein, in der ganzen Welt. In Deutschland war vermutlich der einzige. Die meisten haben sich das Rennen auch nicht gänzlich angetan. Und so warb man am Ende mit einer Zahl von 10000 Zuschauern. Nachdem  10 Fahrer ins Ziel eingefahren waren, saßen aber weniger als 100 Leute vor dem Computerbildschirm. 100 Leute weltweit.

Ergebnis >>>>

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