Mi. Feb 26th, 2020

Saudi Tour. Heinrich Haussler versemmelt die erste Etappe.

2 min read

Und ewig grüßen die Telegraphenmasten. Kamele waren jedenfalls am Streckenrand nicht zu sehen und Menschen schon gar nicht. Es sollte eigentlich der Tag von Heinrich Haussler  vom Team Bahrain McLaren werden. So hatte es sich Haussler jedenfalls vorgestellt.

70 km vor dem Ende haben aber zunächst andere Fahrer das Sagen. Mit dabei sind zwei Männer vom Team Bike Aid. Nikodemus Holler und der Niederländer Jesse de Rooij. Die Gruppe hat 1 Minute und 40 Sekunden Vorsprung. Doch dann kommt der Wind auf. Das Peloton zersplippert in mehrere Gruppen. Die Führende wird von Bahrain McLaren geleitet. Ganz vor sieht man oft den Leuchtturm. Für wen macht Marcel Sieberg die Arbeit?  Hassler, Bauhaus oder Cavendish?

Die Arbeit ist von Erfolg gekrönt. Schnell werden die Ausreißer eingeholt und der Rest des Feldes auf die Distanz gebracht.

Die Strecke ist flach, der Wind stark, es kommt manchmal zu Verwehungen. Doch der Wind kommt eher von achtern und so segeln die Jungs mit raumen Wind ziemlich zügig durch die Wüste. Teilweise hat man im Flachen über 60 Km/h auf dem Tacho.

Die Vorentscheidung für das Rennen fällt beim letzten Zwischensprint 14 km vor dem Ende. Eine Gruppe mit Haussler kann sich absetzen. Die vier Fahrer holen schnell 30 Sekunden heraus. Bahrain McLaren lässt die Beine hängen. Deshalb wird die Gruppe von der nachfolgenden aufgelaufen.

Die vier Ausreißer sind sich bis zum letzten Kilometer einig. Sie haben 23 Sekunden zur ihren Gunsten. Dann beginnt das Drama. Ich frage mich immer, was in den Köpfen dieser Kiddies dann vorgeht. Ist man einfach nur überheblich oder hat man das Gehirn abgeschaltet. Man sieht doch, das der letzte Km vor einem nicht flach ist und das Feld von hinten anrauscht. Als Heinrich Haussler begreift, dass die Stehversuche ins Unheil führen, greift er an. Aber es ist zu spät. Der letzte Berg ist zu steil. Teilweise 11 Prozent. Haussler wuchte sich mit ungewohnter Effizienz den Berg hoch. Doch oben im flachen Teil verlassen ihn die Kräfte. Das Feld kommt angespült und Rui Costa vom Team UAE Emirates rutscht noch an ihm vorbei. Mich wundert, dass der Mann bei diesen Scheiß Timing noch Zweiter wurde.  So hat er den Sieg glorios verspielt. Schade eigentlich.

Ergebnis<<<<<

 

Please follow and like us:
error

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

RSS
Follow by Email
Facebook
Twitter
YouTube
Instagram