Di. Jun 2nd, 2020

Rohan Dennis gewinnt die erste Runde der digitalen Tour de Suisse.

3 min read
digital swiss 5

Lennard Kämna

Langweilig war es und dazu war die digitale  Tour de Suisse in Netz noch schwer zu finden. Wenn man aus dem Ausland kommt. Beziehungsweise wenn man im Ausland lebt. Das ist ja wohl die Mehrheit. Laut App waren es am Ende 20000 Zuschauer die mal auf die die Seite von Velon geblickt haben. Hoffe, dass es ein paar mehr Schweizer waren. Die Welt war jedenfalls nicht dabei. Vielleicht lag es daran, dass man die Angelegenheit nicht so einfach finden konnte. Auch auf der Seite von Velon suchte man lange vergebens.

Dadurch war ich in der glücklichen Lage, das Rennen im Nachhinein im Zeitraffer zu schauen. Bonjour Tristesse. Man hatte nichts verpasst.  Zu Beginn setzte sich ein Fahrer mit dem fast Synonym WLan an an die Spitze. Ein anderer aus der Schweiz hatte zum Start des Rennens diesen Anschluss  nicht und so sah man ihn traurig auf der Zielgerade stehend und dem Feld sehnsüchtig hinterherblickend.

Können  synthetische Figuren eigentlich traurig blicken? Der Junge wird zu Hause auf seinem Hometrainer sicher geflucht haben wie ein Rohrspatz. Übertragen hat man das nicht. Wäre sicher einer wenigen Momente gewesen, wo wirkliche Emotionen ins Spiel gekommen wären.

Hätte hätte Fahrradkette.

Die Bilder der virtuellen Ausgabe der Tour de Suisse waren real. Das sah besser aus, als die virtuelle Ausgabe der Bundesliga Radsport bei Zwift. Trotzdem verwirrte es schon ein wenig, wenn ein Auto entgegen der Fahrrichtung des Feldes den Berg runter geschossen kam. Real wäre da von  Jungs nicht viel über geblieben. Windschattenfahren ist bei diesen Programm nicht möglich. So musste jeder Fahrer seine eigenen Lesitung abrufen. Ob Rohan Dennis mit seinen 74 Kilo dann wirklich eine Bergetappe gewinnen kann, würde ich doch stark bezweifeln. Gemessen wurden die Wattzahlen. Davon hat der Australier am meisten getreten. Es wunderte aber trotzdem ein wenig, dass unter den ersten 10 Fahrer fünf aus Down Under kamen und die Bergflöhe unter ferner liefen ankamen. Unter den ersten 6 konnte  nur ein Ire die Phalanx der Aussis durchbrechen.  Nicholas Roches vom Team Sunweb kam allerdings auf Rang zwei.

Rohan Dennis von Team Ineos hatte ja letzte Woche negative Schlagzeilen gemacht, als er die spanische Coranasperre durchbrochen und noch stolz das Ereignis im Netz gepostet hatte. Den Shitstorm  Frust konnte er im ersten Rennen der Tour de Suisse digital abarbeiten. Für die 26,8 km lange Strecke mit Start bei 620 Meter und Ziel  Leukerbad auf 1403 m benötigte er 53 Minuten und 7 Sekunden.

 Deutsche Fahrer waren auch dabei.

Simon Geschke vom CCC ist nun nicht gerade unbekannt. Auch sind seine Fähigkeiten als Bergfahrer unbestritten. In diesem Szenario und auf dieser Plattform benötigte der Deutsche für die die 1192 Höhenmeter über 8 Minuten mehr als der Sieger. Lennard Kämna von Bora hansgrohe, der andere Fahrer aus Deutschland, sah das Ziel sogar fast 13 Minuten später als der Sieger Dennis Rohan. In der der virtuellen Darstellung sah man die die beiden dagegen weniger. Dieses Schicksal teilten sie mit den den  meisten der anderen Fahrer. Wo da da der Werbewert liegen soll, weiß ich auch nicht. Bei einem Zeitfahren sieht man ja sonst die Trikots der verschiedenen Sponsoren des Öfteren.

Wie immer ist das Fazit jedoch, dass die Taube auf dem Dach im Moment nicht gefressen werden kann. Deshalb wird man sich sicher bis zum Ende der virtuellen Saison noch ein wenig steigern müssen.  Am 23.4. um 17:10 kommt die zweite Ausgabe der virtuellen Tour de Suisse 5. Man schaue sich auf der Twitterseite von Velon CC um diese Zeit ein wenig um.

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