Di. Apr 7th, 2020

Pierre Rolland hat große Ziele für die Tour de France

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Pierre Rolland

Die Tour, die Tour de France. Immer wieder hört man von den Fahrern und ihrem Traum. Wer teilnehmen darf ist auserwählt, der Messias, ein Heiliger und Könner. Auch wenn er in der Woche drauf wieder in die Rillen des Nichtbeachtens fällt. Für Pierre Rolland ist die Tour wie ein dreiwöchiges Weihnachtsfest. Aber nicht nur für Pierre Rolland. Wenn man die Radsportler hört, dann sind sie nur geboren worden, um an dieser riesigen Werbekolonne teilzuhaben. Manche Journalisten auch. Wir schreiben ja auch für das Radsport Journal Tourmann. Trotzdem kommt einen als Journalisten mit der Zeit auch die Einsicht, dass auch andere Mütter schöne Töchter haben. Die Welt des Radsports ist trotz der ganzen Dopingproblematik so vielfältig geworden. Man kann auch auf anderen Wegen durch Europa reisen. Der Kontinent ist vielfältig und schön und nicht jedes Rennens wird so von so  krassen kommerziellen Interessen geleitet. Wir fahren gerne zu den Rennen der Junioren und der U 23. Es ist immer wieder schön anzusehen wie die Jungens die Großen imitieren. Ein paar Jahr später sind sie dann ihre eigene Kopie.

Pierre RollandPierre Rolland hat mit seinen Team B&B Hotels Vital Concept dieses Jahr schon früh erfahren, dass sie teilnehmen dürfen. Letztes Jahr hatten sie sich lange Hoffnung gemacht und dann wurde es am Ende nichts mit dem Weihnachtsfest. Die Karte von Arkea Samsic mit Andre Greipel wog zuviel.

Auch für dieses Jahr macht man sich keine großen Illusionen. Ein Einzelsieg muss aber her. Entweder mit Bryan Coquard im Sprint oder mit Pierre Rolland in den Bergen. Pierre Rolland hat die besseren Aussichten, was die Quantität angeht. Es gibt diesmal eben mehr Bergetappen und weniger Sprints. Deshalb sagt Pierre Rolland, man wolle sich weniger in Ausreißergruppen zeigen, Kräfte sparen und dann auf das Ende konzentrieren. Die sinnlosen Werbefahrten von kleinen Gruppen, 2 Minuten vor dem Feld, die dann am Ende sicher wieder geschluckt werden, seien triste. Ich sehe das genauso. Damit haben die sportlichen Leiter ein wenig Werbung gehabt. Die Spannung wurde nur von den TV Kommentatoren für unbedarfte Zuschauer aufrecht erhalten. Dieses kommerzielle Geschwafel ist im Zeitalter der totalen Vernetzung der Fahrer  halt ein wenig unglaubwürdig. Trotzdem wird sich zeigen, ob das Team von Pierre Rolland dem Ereignis und dem Druck gewachsen ist. Denn man erwartet von den eingeladenen Zaungästen ja immer ein wenig Action. Sonst könnte es im nächsten Jahr mit dem Spaß schnell vorbei sein.

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