Sa. Jan 25th, 2020

Pascal Ackermann darf nicht zur Tour

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Bora hansgrohe hat ein Luxusproblem. Zu Beginn der Karriere von Pascal Ackermann war nicht zu sehen, das der sympathische junge Mann, der immer ein Lächeln im Gesicht zeigt, derart einschlagen würde. Erst bei der deutschen Meisterschaft in Einhausen startete die Rakete. Es war wohl eine Intitialzündung des Gehirns. Dem jungen Mann Mann wurde klar, dass er die ganz großen schlagen konnte. Immerhin waren Andrè Greipel und Marcel Kittel mit am Start.

Zu dieser Zeit hatte Bora zu denen  dann hansgrohe stieß Peter Sagan eingekauft. Mit dem Weltmeister sollte das große Spiel gespielt werden. Man wollte Bigplayer werden und erreichte dies auch.

Nach der DM in Einhausen hatte Bor hansgrohe plötzlich ein Luxusproblem. Drei Topsprinter in einem Team, die auch nicht miteinander arbeiten wollten oder konnten. Letztes Jahr kam es zum Konflikt zwischen Ackermann und Sam Bennet. Beiden wollten den Giro fahren. Die Tour war Sagan vorbehalten. Bennet wurde mit der Vuelta vertröstet. Teammäßig gesehen lief die Sache auch erfolgreich. Ackermann holte sich das Maglia Cyclamino beim Giro. Sagan das grüne Trikot bei der Tour und Bennet brillierte bei der Vuelta, wobei er wegen der vielen Bergetappe Roglic, dem Gewinner der Vuelta, das Trikot des Punktbesten lassen musste.

Sam Bennet zog als erster die Reißleine und verließ Bora hansgrohe Richtung Deceuninck Quickstep. Ob das eine gute Entscheidung war, wird sich erst im nächsten Jahr zeigen, denn immerhin hat das Team  einige kapitale Sprinter engagiert. Zudem setzt das Team auf Eintagesrennen und Etappensiege. Natürlich wir man Bennet einige Knochen hingeworfen haben, sonst hätte sich der Ire ein anderes Team gesucht. Ich rechne mal fest damit, dass Ackermann und Bennet sich beim Giro im nächsten Jahr wiedersehen werden.

Eigentlich war ja in der letzten Saison (2019), immer die Rede gewesen, dass Ackermann nun reif für die Tour sei. Man wollte wieder einen deutschen Fahrer im Grünen Trikot sehen. Mit einen Teamkollegen Peter Sagan ist dieses natürlich nur schwer zu erreichen. Und zwei Fahrer, die sich gegenseitig die Punkte wegnehmen, ist der Strategie, die World Tour 2020 anführen, sicherlich hinderlich. Dafür soll nicht zuletzt Emanuel Buchmann sorgen. Der Spezialist für die Rundfahrten hat sich für 2020 einen Podestplatz in Paris vorgenommen. Das dürfte schwierig werden. Zwar ist der Deutsche 2019 mit dem vierten Platz nur knapp am Podest vorbeigeschrammt. Trotzdem hat eine Ausrichtung auf zwei Ziele bei der Tour de France selten Erfolg gehabt. Zudem sind ja seit dem letzten Jahr nur noch 8 Fahrer pro Mannschaft erlaubt. Anderseits war Buchmann nur 25 Sekunden vom Treppchen in Paris entfernt.

Pascal Ackermann darf zur seiner eigenen Enttäuschung nicht bei der Tour mitspielen. Er wurde mit Giro und Vuelta abgespeist und muss dazu gute Mine machen. Er lacht ja gerne.Vielleicht wurde ihm ja die Sache mit einem Peter Sagan als Helfer schmackhaft gemacht. Denn Sagan soll auch den Giro fahren. Lassen wir uns mal überraschen wie die Sache ausgeht.

Bora hansgrohe will 2020 der Biggest Player of the world werden. Als das Team vor 10 Jahren gegründet wurde, in der dritten Liga, durfte von so was nicht mal träumen. Letzte Saison sind sie schon Zweite geworden. Vor so renommierten Teams wie Ineos oder Movistar. Der Abstand zum Klassenbesten beträgt nur noch rund 680 UCI Punkte. 14860 zu 14184. Das ist machbar. Aber es muss nicht jede Saison gleich gut laufen. Auch hier wird am Ende abgerechnet. Hoffen wir mal das Beste.

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