So. Jul 5th, 2020

Paris-Nizza. Tom Devriendt's einsame Reise nach Nizza.

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Tom Devriendt

Was hat der Junge sich dabei gedacht. Regen und Gegenwind. Trotzdem fährt Tom Devriendt vom Team Circus Wanty Gobert  alleine vor dem Feld durch Frankreich. Schon kurz nach dem Start hat er sich abgesetzt. Die Etappe ist 212 km lang und trotzdem hat  der Belgiern nach 30 Kilometern 5 Minuten fünf Minuten Vorsprung. 100 km vor dem Ziel sind es gar sieben. Circus Wanty Gobert war am Anfang gar nicht eingeladen, Erst die Corona Krise und das Abwinken einiger der World Tour Mannschaften sicherte die Teilnahme. Heute muss er dafür liefern.

85 km vor dem Ende geht es wieder los. Der Wind kommt aus der richtigen Richtung und die Jungs beginnen zu arbeten. Bora hansgrohe ist vorne mit dabei. Das Peloton zerfällt wieder in seine Einzelteile und der Vorsprung von Tom Devriendt schmilzt wieder auf 5 Sekunden. Das wird jetzt schnell noch weniger.

76 kam vor dem Ende wird Devriendt von einer Eisenbahnschranke gestoppt. Er fährt um einen Ecke und befindet sich im Stau der Polizeimotorräder wieder. Es dauert höchsten 30 Sekunden. Das Peloton wird nicht angehalten. Völlig unnötig, denn Devriendt Kilomwter an der Spitze sind eh gezählt. Nur soviel zu den Ansichten der Verantwortlichen zu Thema Ausreißer. Der Vorsprung liegt 3 km später bei 3:43 Minuten und im Feld wird nicht gefahren.

71 km vor dem Ende gibt es nach einer 90 Grad Kurve wieder eine Windkanten Situation. Man ist heute nicht schnell unterwegs. Die Durchschnittsgeschwindigkeit beträgt bislang 35 km!h. Bora lässt es Laufen. Max Schachmann sagte vor dem Rennen, dass er schon ziemlich erschöpft sei und von Tag zu Tag weiter sehe. Ich hätte es nicht besser ausdrücken können.

Mads Pedersen, der Weltmeister vom Team Trek Segafredo, holt sich den letzten Zwischensprint. Danach ist Ausscheiden. Das Peloton nimmt auf den engen matschigen Straßen Fahrt auf. Es wird gefährlich. Besonders für Bryan Coquard. Denn 6 km vor dem Ende kommt sein Sturz. Die Sprinterteams versuchen sich nun zu orientieren. Von Pascal Ackermann keine Spur. Dafür hält sich Peter Sagan immer in Sichtweite der Kamera.

Bryan Coquard

Noch 1 km ist zu fahren. Deceuninck Quickstep führt Sam Bennet in den Kampf. Peter Sagan hält sich das Hinterrad von Bennet. Doch es wird ein Messisprint. Caleb Ewan arbeitet sich nach vorne. Sagan klemmt sich an ihn dran. Sein Glück, denn Bennet wird wenig später gegen Bande gedrückt und stürzt. Für Ewan wird es nichts. Zu lange im Wind. Sagan hat auf das falsche Pferd gesetzt. Denn Ivan Garcia Cortina von Bahrain McLaren kommt aus der Sonne und schießt das Rennen ab. Sagan wird Zweiter. Also beim Leadout, da gibt es sicher Probleme bei den Bora’s. Die zwei Helden arbeiten einfach nicht zusammen. Dagegen verteidigt Max Schachmann seine Gesamtwertung.

Ergebnis <<<<<

Last Km of Stage 3 (01:32 Ambient) — TourDeFrance
Last Km of Stage 3 (02:59 English) — eurosport

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