Paris Nizza. Der Tag der Kolumbianer.

Zunächst hatte Thomas DeGendt das Sagen. Der Träger des gepunkteten Trikots setzte sich mit seinem Kumpel De Marchi an die Spitze des Rennens Paris Nizza . Er sammelt ordentlich Bergpunkte. De Marchi sammelt natürlich auch Punkte für das Bergtrikot. 

Das war nur das Vorspiel für den Hauptakt des Tages, den 15 langen Aufstieg zum Col de Turini. Die Etappe heute war 181 km lang und wurde als die Königsetappe der Rundfahrt bezeichnet. Hier sollte am vorletzten Tag von Paris Nizza die Grundlage für das Endklassement geschaffen werden. Das Rennen war von Anfang an zweigeteilt. Eine Große Gruppe von 38 Fahrern versuchte sich um den Tagessieg zu qualifizieren. Einzig Philippe Gilbert vom Team Deceuninck hatte die Chance sich die Gesamtwertung zu holen. Lange sah es auch so aus, als ob er das schaffen könnte. Das Hauptfeld mit den Favoriten belauerte sich gegenseitig bis zum Anstieg auf den Turini. Man hatte immer so um die 6 Minuten Rückstand auf die Spitzengruppe.

 

Das änderte sich dann auf den letzten 15 Km. Beide Gruppen fielen im Anstieg auseinander. Vorher versuchte es als Laurent Pichon von Arkea Samsic. Allerdings schon 27 km vor dem Ziel. Damit schaffte er den vorletzten Anstieg als erster Fahrer und rettete die Ehre für sein Team. Wenig später wurde er eingeholt.

Die Spitzengruppe zeigte sich der Tempoverschärfung von vier Fahrern nicht gewachsen. Simon Yates( Mitchelton Scott), Daniel Martinez (EF), Lopez (Astana) und Edet (Cofidis) gaben sich gegenseitig die Kante und wollte sich aus den Schuhen fahren. Lange Zeit gelang das keinem.

Der entscheidende Angriff erfolgte 1 km von dem Ende von Martinez. Nur Lopez konnte noch einmal den Anschluss finden. Auf den letzten hundert Meter fand er aber seinen Meister. Martinez führte seinen letzten Hieb und Lopez blieb auf der Straße liegen. Edet wurde Dritter.

Weiter hinten gab es auch ein Gemetzel. Eigentlich wertete man Philippe Gilbert schon als neuen Spitzenreiter. Dann drückte aber der Kolumbianer Egan Bernal auf das Gaspedal, ließ seinen Chef Kwiatkowski, den Träger des gelben Trikots stehen und macht sich 3 km vor dem Ziel an die Aufholjagd, Die gelang auch prächtig. Der Kolumbianer Bernal nahm dem Belgier Gilbert auf den letzten 2 Kilometer die Zeit wieder weg und setzte sich mit 45 Sekunden an die Spitze des Klassements. Da wird es bei Deceuninck heute sicher keine Süßigkeiten geben.

Ergebnis <<<<

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