Mo. Feb 24th, 2020

Neuer Doping Skandal bei den Profis ?

2 min read

Die internationale Presse hat einen neuen Skandal zum Thema Doping in ihren Schlagzeilen. Ein Dopingring in Spanien soll über 250 Sportler mit Epo versorgt haben. Bei den betreffenden Händlern sollen 850 Spritzen sichergestellt worden sein. Man hat seit gut 10 Jahren Sportler aus aller Welt mit den Medikamenten versorgt. Abgerechnet wurde im Darknet mit der Bitcoin Währung, Das Geschäft der spanischen und serbischen Dealer soll sich gelohnt haben. Es wurden Konten mit 800000 Euro Einlage sicher gestellt.

Nun stellt sich natürlich die Frage, ob wir nicht in den nächsten Wochen mit der Enthüllung von sehr wichtigen Namen im Radsport rechnen können?

Werden wir aber aller Wahrscheinlichkeit nach nicht. Es sei denn, es kämen ein paar Altfälle wieder zum Vorschein. Normalerweise stehen nämlich Dopingspritzen mit EPO auf der to do Liste von Profisportlern ganz ganz unten. Denn die Einspritzung ist über Wochen nachweisbar. Heute wendet man in dem System ganz andere Methoden an. Da die Wada immer ein wenig hinterherhinkt und die meisten Verbände sehr umtriebig sind, werden immer wieder leistungsfördernde Mittelchen entdeckt, die noch nicht auf der Liste der Dopingmittel stehen. Die Sportler können so reinen Gewissens behaupten, ihr Sieg sei nur mit regulären Mitteln erzielt worden.

Amateure haben natürlich nicht so eine medizinische Betreuung. Aber ihr Ehrgeiz ist genauso groß. Wenn es darum geht, dem langwierigen Gegner, der einem immer schon vor der Nase herum gefahren ist, zu übertreffen, sind alle Mittel gerade recht. Dopingkontrollen gibt es im Breitensport eher nicht und so sind den Wünschen keine Grenzen gesetzt. Zumal das Internet einen problemlos mit diesen Mitteln versorgen kann. So ist die Geschäftsidee der Dealer sicher nicht schlecht. Der Markt ist groß. Sicher unheimlich viel größer als der der Profis und so kann man die Medikamente sehr schön flächendeckend und billig  über die ganze Welt verteilen. Wir werden also spätestens in ein paar Wochen sehen, das Kreti und Pleti sich für wenig Geld einen schnellen Schuss verpasst haben, um beim Jedermannrennen in Kleinkeckersdorf dem ungeliebten Rivalen mal die Hacke zu zeigen.

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