Do. Apr 9th, 2020

Grote Prijs Jean Pierre Montseré

3 min read
Fabio Jakobsen

Fabio Jakobsen

Was gibt es Schöneres als in der Vergangenheit zu schwelgen. Die gute alte Zeit. Ja, das war die, die wir in unserer Jugend so schön Scheiße fanden. Der Grote Prijs Jean Pierre Montseré liegt jetzt nicht so lange zurück. Jedenfalls nicht die letzte Ausgabe. Doch es er war noch die gute alte Vorcoronazeit. Als alle noch mit dem Kopf unter dem Tischtuch lagen und dachten: Mich nix.  Als man noch ungestört seine Viren verbreiten durfte, während in anderen Ländern die Leute an der Sache verreckten. Später ist man dann immer schlauer.

Ich bin in dieser Zeit, den ganzen Winter nicht zu Massenveranstaltungen wie diesen gegangen. Aus den genannten Gründen. Aber ich bin, wie schon mal gesagt 64, und mit leistungsausdauerbedingten  Herzrhytmusstörungen ist man eh etwas fimmschischer.

Aus Gründen der Faulheit und wegen der vielen anderen Rennen zu dieser Zeit, habe ich auch nicht vom Grote Prijs Jean Pierre Montseré berichtet.

Gute Gelegenheit, dass jetzt nachzuholen. Andere Rennen aus dieser Zeit werden hier folgen. Das Schöne an der Sache ist. Es gibt viel Bild und Textmaterial zur  Auswertung.

Bild könnte enthalten: 4 Personen, Fahrrad und im Freien

Die Strecke

Der Grote Prijs Jean Pierre Montseré ist ein Eintagesrennen in Belgien. Es ist 196,8 km lang und wird in 10 Runden um die Städte Hooglede und Roeselare gefahren. Hooglede ist der Startort und in Roeselare ist das Ziel. Da zwischen den beiden Orten 7,5 km liegen, ist die erste Runde  26 km lang, die anderen nur 18,9.  Trotz der 2  kleinen Hügel in der Mitte jeder Runde , sie sind so 43 m hoch, haben die Sprinter immer am Ende das Wort. Es gibt auch einen sogenannten Gouden Sprint. Der wird in der vorletzten Runde ausgetragen. Auf dem letzten Kilometer vor dem Ziel gibt es drei Sprintwertungen. Die letzte davon bei Durchfahrt der Ziellinie. Gewonnen hat diesen Gouden Sprint Piotr Havik von Riwal Readynez. Im letzten Jahr ist das Rennen übrigens wegen eines Sturmes ausgefallen.

Keine Fotobeschreibung verfügbar.

Das Rennen

Dieses Jahr setzten sich trotz der Gegebenheiten drei Fahrer ab. Zunächst schafften es Justin Wolf vom deutschen Team Bike Aid und Lionel Taminiaux vom Team Bingoal Wallonie Bruxelles sich ein wenig abzusetzen. Dann schloss sich ihnen noch Jens Van den Dool vom Team Metec TKH an. Die Jungs hatten eigentlich gute Vorgaben. Angesichts des Wind und des Regens wurde von vielen erwartet, dass sich Ausreißer durchsetzen können. Diese drei Jungs bekamen auch 4 Minuten zugestanden. Das war es aber schon, denn sie zählten nun mal nicht zu den Hochkarätern in in diesem Feld.

Bild könnte enthalten: Fahrradfahrer, Fahrrad, im Freien und Natur

Irgendwann begannen auch die großen Jungs mit dem Spielen und so wurden, Wolf, Doll und Taminiaux 20 Kilometer vor dem Ende eingeholt. Zwar versuchte sich Justin Wolf bis zum Schluss der Übermacht von Deceuninck Quickstep und Bora hansgrohe zu erwehren, aber schließlich half der gute Wille nicht mehr weiter. Bora hansgrohe war mit klasse Sprintern wie Oskar Gatto und Daniel Oss am Start. Letztendlich verzettelten sie sich in den Windstaffeln und waren am Ende nicht gerade vorne zu sehen. Oscar Gatto belegte Rang neun. Für Deceuninck Quickstep ging die Rechnung aber auf. Ihr niederländischer Weltklassesprinter Fabio Jakobsen ließ sich den Sieg nicht nehmen. Zweiter wurde Timothy Dupont von Circus Wanty Gobert.

Ergebnis >>>>>

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