Do. Dez 12th, 2019

Giro D`Italia. Die Rückkehr der Sonne.

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Gestern hatte es ordentlich geknallt beim Giro. Man wechselt nicht nur die Seiten der Halbinsel und das Wetter, sondern auch die Führung aus. Primoz Roglic hatte anscheinend keine Lust mehr sein Team Jumbo Visma unnötig zu verschleißen.Die anderen Teams hatten keine Lust sich an der Nachführarbeit zu beteiligen und so kam es dann zu diesen Ergebnis. Erstmals konnte sich die Ausreißer durchsetzen und den Sieg unter sich ausmachen. Dazu kam dann noch, dass sie einen so großen Abstand hatten um den Gesamtsieg unter sich auszumachen. Ein Feiertag für den Giro und die Italiener. Der erste Erfolg eines Landsmannes beim diesjährigen Giro D`Italia und gleich die Gesamtführung für einen anderen Fahrer. Heute morgen beim Start in Vasto schien deshalb auch die Sonne und der Himmel sang Azzuro.

Das Volk erschien zahlreich und war bester Laune. Die Helden des gestrigen Tages zeigten sich gleich mal ein wenig  von oben herab. Man mag es den Jungs verzeihen. Sie stehen sonst eher in der fünften Reihe und dürfen große Augen machen. Die Favoriten unter sich haben ihre Situation beibehalten. Lediglich Roglic ist froh, dass er seine Mannschaft mal ein wenig schonen kann. Es kommen noch 14 harte Etappen. Da will man haushalten. Die Sache mit der frühen Führung war eh dem Reglement geschuldet. Mit diesem Schlussanstieg bei Prolog hatte wohl Nibali einen Gefallen tun wollen. Doch der hatte gerne verzichtet. So fahren jetzt wie üblich ein paar nonames an der Spitze herum, die am Ende mit drei oder vier Tagen Verspätung im Klassement stehen.Gestern Abend besserte schon das Wetter. Ich war froh auf dem Gargano übernachtet zu haben. Man nach Einbruch der Dunkelheit die Ebene im Licht erstrahlen. Sah aus wie Manhattan von oben und trotzdem waren es nur die Lichter der zahlreichen Gehöfte und Windräder. Nachts wurde es noch mal richtig kalt. Das Frühstück ohne Wind und mit Sonnen war dagegen angenehm. Ich entschied mich für den Start in Vasto und einen Abstecher ans Meer. Über den Bergen bei Aquila häuften sich die Wolken. Morgens hatte ich noch gesehen, dass die schneebedeckt  waren. Die Aufwinde über den Gipfeln verursachten allerdings eine hübsche Seebrise. Wenn die bis in die Berge anhält haben die Jungs einen brauchbaren Rückenwind.

Den hatten sie auch. Denn das Rennen war sehr viel schneller aus als erwartet. Gewonnen hat diesmal Pello Bilbao vom Team Astana. Die schlechte Nachricht ist, dass Fernando Gaviria das Rennen nicht beendet hat. Seine Tage wären jetzt erst gekommen. In der Poebene wäre es schön flach gewesen. So muss er sich mit seinem nicht gewollten Sieg wieder verabschieden. Davide Formolo von Bora Hansgrohe strahlte dagegen heute schon auf dem Podium über alle Backen. Natürlich nur für Publikum und die  Fernsehkameras. Am Nachmittag ließ aber Taten folgen. Er belegte den dritten Platz.Natürlich hätte er gerne gewonnen. Aber alles geht halt auch nicht. In der Gesamtwertung führt weiterhin  Valeri Conti von UAE. Die 10 der Ausreißer gestern, die sich an die Spitze der Gesamtwertung gekämpft haben werden diese Plätze noch eine Zeit lang unter sich ausmachen. Ackermann dürfte sein Trikot behalten haben. Nico Denz hält immer  noch die rote Laterne fest in seinen Händen.

 

Ergebnis >>>>>

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