Do. Apr 2nd, 2020

Dopingkontrollen. Alles für die Katz?

2 min read

Ein Jahr ist es her, da machte die Operation Aderlass große Schlagzeilen. Nach dem großen Paukenschlag ist es  ruhig geworden. Ein paar Namen wurden bekannt. Gegen den Rest wird ermittelt und so kommt man nur tröpfchenweise weiter. Wenn einer wieder die Nerven verliert, wie jüngst ein Schweizer Radsportboss.

Letztendlich ist die Dopingszene perfekt organisiert und kann nur durch Insiderwissen bekämpft werden. Das solche Insider dann, wie in Österreich geschehen,von der Justiz verfolgt werden , trägt nicht gerade dazu bei, dass die betroffenen Personen mit der Justiz kooperieren. Die Operation Aderlass hat gezeigt, dass die Dopenden oft nur dann erwischt werden, wenn die Justiz eingreift. Bei den Betroffenen wurde direkt nach der Verhaftung  von der Antidoping Agentur Austria eine Dopinganalyse durchgeführt. Diese war negativ. Das Netz ist so gut organisiert, das im Prinzip jeder Doper ohne rot zu werden behaupten kann, er wäre nicht gedopt. Anonyme Befragung unter Athleten geben genau dieses Bild wieder. Mehr als 50 Prozent sagen, wir waren gedopt, sind aber nicht aufgeflogen.

Einsätze der Polizei wirken da eher wie Nadelstiche im Heuhaufen. Die Razzien sind unter Athleten verpönt. Besonders wenn morgens am Renntag die Polizei vor der Tür steht. Nur ist das gerade halt die Zeit, wo sich das Blutdoping lohnt. Einen Tag davor, an einem Ruhetag, wird es unter Umständen sinnlos verpuffen. Soll man nun alle Athleten unter Generalverdacht stellen und morgens eine Dopingkontrolle durchführen? Das Geschrei wäre groß. Sicherlich würde es helfen, wenn man eine Methode entwickeln würde, in der Athleten zwei Stunden vor dem Wettkampf getestet werden und sich danach nicht mehr zurückziehen dürften. Es stellt sich nur die Frage. Wollen wir das und finden nicht die betreffenden Organisation Mittel um auch die Maßnahmen zu umgehen? Es geht schließlich um viel Geld und Medaillen.

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