So. Jul 5th, 2020

Niklas Märkl und die Umag Trophy 2020

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Umag Trophy

Rennbericht Umag Trophy 20. Wir haben ja die Ruhe weg. Im Fernsehen gibt es zahlreiche Wiederholungen von Sportveranstaltungen und wir vom Radsport Journal Tourmann berichten von der Umag Trophy in Kroatien. Nein, in Kroatien wird derzeit auch nicht mit dem Rad gefahren. Die Umag Trophy hat schon am 4.März stattgefunden. In der guten alten Zeit, wo noch Radsport möglich war, er besser nicht stattgefunden hätte. Ich bin ja eh immer der Meinung gewesen, dass man die Reisenden aus China zwei Wochen in Quarantäne hätte schicken sollen, am Beginn der Krise. Aber hätte hätte Fahrradkette.

Jetzt wird mit ein paar 1000 Milliarden nachgebessert, was mit ein paar Millionen erledigt gewesen wäre. Aber darin sind unsere Politiker ja groß. Im Totalversagen, im Sprüche klopfen und im Geld ausgeben. Ist ja nicht ihres. Also, auch das Gejammer einiger Radsportprofis, als sie in Quarantäne waren, fand ich auch nicht gerade großartig. “Mammi, Mammi, ich hab Husten und man hat mich eingesperrt.”

Also kommen wir zur Sache. Umag Trophy. Radsport in Kroatien. Deutsche Fahrer sind traditionell auch dabei. Die Umag Trophy hat die Bezeichnung 1.2.´Eins bedeutet, das es ein Eintagesrennen ist und zwei, dass es für die zweite Klasse reserviert ist. Hochklassige Teams dürfen nur im eng begrenzten Rahmen teilnehmen. In der Regel gibt es so wenig Preisgeld, dass die meisten ohnehin verzichten. Aber auch bei den hochklassigen Rennen fahren die meisten Jungs ohne Knete wieder nach Hause. Wohlgemerkt.

Die Teilnehmer

Wer war also bei die Leut? Ein paar der großen Teams hatten ihren Kindergarten geschickt. So Sunweb und Jumbo Visma. Für die anderen sind diese Rennen der Alltag. Sie zählen in der Regel zur dritten Kattegorie (CT). Die Jungs bezeichnen sich als Semiprofis und haben keinen Anspruch auf einen Mindestgehalt. Fahrrad und Equipment wird aber meistens gestellt. So wundert es nicht, dass einige deutsche Fahrer und Teams angetreten waren. Die Mannschaften treten oft in der Bundesliga auf. Also der Radsport Bundesliga.Die besten dürfen dann bei der Deutschland Tour mitmachen. Manche sammeln auch UCI Punkte im zweistelligen Bereich. Viele Fahrer nutzen die Teams als Sprungbrett für die große Bühne und so werden die Rennen oft sehr sehr hart gefahren. Guten Sport gibt es also reichlich.

So wundert es dann nicht, dass der nicht unbekannte Niklas Märkl vom Sunweb Development Team den dritten Platz belegte. Die Jungs in diesen Teams haben sich schon ausgezeichnet und müssen sich hier beweisen, um später bei den Großen mitfahren zu dürfen. Man hat also schon einen Fuß in der Tür. Insgesamt fünf deutsche Teams waren mit dabei. Manche ausschließlich mit deutschen Fahrern. LKT Brandenburg, Radnet Rose und P&S Metalltechnik. Richard Banusch, der Mann von LKT Brandenburg wurde hinter Märkl Vierter. Die gesamte Fahrerliste finden sie hier.<<<<

Der Rennkurs

Die Strecke bei der Umag Trophy ist einfach zu beschreiben. Es geht immer um Umag herum. Insgesamt sind es acht Runden. Jede hat eine Länge von 18,5 Kilometern. So kommen bei der Umag Trophy am Ende 154 Kilometer zu Stande. In der Mitte der Strecke gibt es einen rund 130 Meter hohen Berg. Somit ist die Abreise eher ansteigend und der die Anreise nach Umag eher abfallend. Umag liegt am Meer, an der Adria und das Ziel auf einer Höhe von 5 Metern.

Das Renngeschehen

Bei solchen Rennen ist es oft schwierig die Informationen zusammen zu kriegen. Irgendwie haben die Veranstalter in Kroatien kein Interesse ihr Rennen zu promoten. Zunächst finden sich zwei Ausreißer, die das Geschehen an der Spitze bestimmen. Die haben nach 120 km 45 Sekunden Vorsprung vor den anderen. Später finden sich 4 Mann zusammen. Die vier holen bis zu drei Minuten heraus. 35 Kilometer vor dem Ende sind es aber nur noch 60 Sekunden. In der letzten Runde, 5 Kilometer vor dem Ende ist es um sie geschehen. Die große Gruppe mit den Favoriten hat sie eingeholt. Natürlich stehen hier die Radsportkindergärten in der Pflicht.

Ihre sportlichen Leiter erwarten Leistung. Man erhofft einen Massensprint mit einem Sieg seines Fahrers. So kommt es dann auch. Olav Kooij vom Development Team Jumbo Visma entscheidet diesen Sprint in Umag für sich. Niklas Märkl vom Team Sunweb Development wird ein kleiner Strich durch die Rechnung gemacht. Der Slovene Marko Kump vom Team Adria Mobil wird Zweiter. Auf den vierten Platz kommt, wie gesagt, Robert Banusch vom Team LKT Brandenburg. Der hätte die Umag Trophy sich auch gerne gewonnen.

Ergebnis <<<<<

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