Sa. Jan 25th, 2020

Aus Israel Cycling Academy wird Israel – Start Up Nation

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Es ist die Zeit der Teamumbenennungen. Die Sponsoren wechseln. Man will neue Geschäftsfelder erschließen. Wie schön kann man da die zahlreichen Fernsehstunden nutzen, um sein Produkt dem Publikum zu präsentieren. Sport wird ja noch als Dauerwerbesendung deklariert. Sieht man mal von den Wok Weltmeisterschaften von Stefan Raab ab. Gegenüber dem Radsport ist der Werbeaufwand bei den alten Sendungen von Raab ziemlich amateurhaft. Dass  der Radsport nun zum Milliardärssport geworden ist, widerspricht dem nicht. Oft stecken sehr harte finanzielle Interessen dahinter. Oft ist es aber nur der Spleen eines einzelnen. Man leistet sich heute keine Superyacht um zu protzen, die hat ja jeder. Und wie langweilig ist es, den ganzen Tag aufs Meer zu starren, wenn das Business wartet. So ein Schiff hat ja wohl jeder. Nein, nicht erst seit den russischen Mogulen wie Tinkoff, treibt es die Herren mit dem schmalen Portemonnaie und den fetten schwarzen Kreditkarten zu den schnellen Jungs auf den teuren Fahrrädern. Jüngstes Beispiel sind Ineos, die Israel Cycling Acedamy, Bahrain McLaren und die UAE Emirates.  Solange die Herren Milliardäre Bock auf das Treiben haben, geben sie auch die Kohle dafür her. Die Israel Cycling Academy ist erst 2015 gegründet worden. Sie hat seitdem einen rasanten Aufstieg gemacht. Unter dem Einfluss ihres Protegés, dem Milliardär Sylvan Adams, gewann sie rasch an Einfluss. Das der Giro 2018 nach Israel kam, dürfte nicht zuletzt Adams zu verdanken sein. Der Kauf der Lizenz von Katusha Alpecin ist somit der nächste Schritt gewesen. Damit hat man die Plattform für die Tour de France sicher erreicht, ohne durch entsprechende Leistungen glänzen zu müssen.

Trotzdem ist das Team keine Luschenmannschaft. Sie haben  in den letzten Jahren zahlreiche Erfolge eingesammelt und sich für die World Tour noch einmal enorm verstärkt. Auch drei deutsche Fahrer ( Greipel, Zabel und Politt) gehören nun zum Team.

Zu Beginn der neuen Saison wird das Team seinen Namen in Israel – Start UP Nation umbenennen. Laut  Gründer Adams soll sich die israelische Nation besser mit dem Team identifizieren. Bei der Tour de France soll mindestens einer der Fahrer ein Israeli sein.

 Man wird sehen, wie lange die Herren Milliardäre Spaß an ihren Hobby haben. Vielleicht wenden sie sich in ein paar Jahren dem Hallenhalma zu und Radsport wird wieder das, was er einmal war, der Sport der hart arbeitenden Bergarbeiter in der Hölle des Nordens.

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