So. Jul 5th, 2020

31.5. Tobias Nolde gewinnt das erste deutsche Rennen nach der Coronapause.

3 min read

Der Sachsenring schreibt mal wieder Geschichte. Obwohl der Rennkurs eigentlich für die Formel 1 konzipiert wurde, fanden dort nie Rennen statt. So ging der Kurs als eine der ostdeutschen Fehlinvestitionen in die Geschichte ein. Der Nürburg Ring erleidet ja ein ähnliches Schicksal. Da trifft es sich gut, dass man in der Coronakrise sich dem Radsport widmen kann. Schon letztes Jahr hatte man sich bei den deutschen Meisterschaften hervorgetan. Allerdings wurden dort die Außenbereiche ein wenig mitgenutzt. Trotzdem kam es zu Überrundungen die zum Ausschluss führten. Auf der 3,5 km langen Rennstrecke war das dieses Jahr auch nicht zu vermeiden. So sahen zwar etwas mehr Teilnehmer als bei den Deutschen das Ziel. Trotzdem hatte sich das eh schon kleine Starterfeld mal eben halbiert. Wenn ich der Ergebnisliste trauen darf, sahen 27 Fahrer das Ziel. Drei Fahrer hatten mehr als eine Runde Rückstand. Dachte immer, dass man bei Überrundung  aus dem Rennen genommen wird. Vielleicht hat man bei der kleinen Zahl an Fahrern auch Gnade vor Recht oder einfach nur Mitleid walten lassen.

 

 

Der Rennbeginn war schon sehenswert. Jedenfalls, wenn man die Bilder betrachtet. Eine Liveübertragung oder einen livestream schenkten sich der BDR oder die Veranstalter. Das ist traurig. Einmal weil keine Zuschauer zugelassen waren und zum anderen, weil man da in Afrika oder Vietnam ganz anderes mit dem Medium umgeht.

Ich berichte ja nun fast täglich vom Ho Chi Minh Cup in Vietnam. Die haben da nur 300 Coronafälle und keine Toten zu verzeichnen, vielleicht wegen der zügigen Grenzschließung. Vor allem übertragen sie ihre Rennen im Fernsehen und weltweit im Internet. Im Hochtechnologieland Deutschland ist das ja nicht möglich. Schnelles Internet ist leider nur ein schwuler Traum von Netzbetreibern, der aber in der Werbung häufig gestreut wird. Ja wenn sie Bonn oder Dortmund leben, aber in Soest wird es dann schon schwierig.

Jedenfalls haben die Veranstalters es nicht für nötig gehalten, ihr Ereignis auf die Leinwände der Lapstops zu bannen. Dabei war der Start bemerkenswert. Aufstellung und in Motorradboxen sieht auch selten. Gibt es über 50? Das hat schon mal die Tour de France versucht. Das Ergebnis war eher kläglich. Ich hatte ja gestern einen frischen Start aus der Coronapause versprochen. Angesichts der Siegerzeit will ich das jetzt nicht mehr unbedingt behaupten. 122 km und 3 Stunden und 17 Minuten für den Ersten sind doch weit unter dem 40 ziger Schnitt. Und der Kurs enthält nun keine steilen Anstiege. So kann man sich gut vorstellen, dass die Jungs das erste Radrennen nach der Coronapause in vollen Zügen genossen haben und daraus eine Vereinsfahrt mit Präsident gemacht haben. Trotzdem schwächelten einige Fahrer, denn nur die Hälfte kam in etwa durch. Das ist kein gutes Zeichen für die Nachcoronaform einiger Jungspunde. So zu sagen waren ein wenig frisch von der Rolle. Entschuldigen diesen unvermeidlichen Kalauer.

So wie ich die Bilder interpretiere, durfte das Team P&S Metalltechnik in der ersten Reihe starten. Beim dem Heimspiel gab es dann einen Start Ziel Sieg. Zwei Fahrer vom Team sicherten sich die ersten beiden Plätze. Tobias Nolde sicherte Rang eins und Immanuel Stark Rang 2. Vier Sekunden lang kam dann gar nichts, bevor BRANDLMEIER Stefan von  Hrinkow Advarics Cycleang die Ziellinie überschritt. 20 Sekunden nach dem Sieger kam dann das restliche Peloton an.

Nun gut. Ein Start ist gemacht. So alle Beteiligten unbeschadet wieder nach Hause gelangen, dürfte der weiteren ein, wenig eingeschränkten, Saison kein Hindernis entgegenstehen. Ist gibt ja zur Zeit  noch jede Menge ungenutzte Flughäfen oder ähnliche Gelände.

Ergebnisliste ><<<<

 

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