Do. Aug 22nd, 2019

Radsport Journal Tourmann

Profi Radsport

Zwei Bora`s von Fußgänger ausgeschaltet.

2 min read

So was darf einfach nicht passieren. Aber es passiert. Irgendwelche vertrottelten Fußgänger, Leute mit freilaufenden Hunden oder gar Kindern rennen kurz vor den Jungs über die Straße und werden umgenagelt. Manchmal frage ich die Eltern, die ihre kleinen Kinder unbeaufsichtigt immer wieder über die Straße rennen lassen, ob sie noch genügend andere in Petto haben. Das mag für sie zwar zynisch erscheinen, bringt aber oft die Erzieher zu Bewusstsein und rettet den Kindern das Leben. 

Bei Paris Nizza konnte ich gerade verhindern, dass eine Gruppe Motorradfahrer Marcel Kittel entgegen fuhr. Der Streckenposten wollte die Jungs nicht aufhalten. Kittel hatte sich aber auch ein wenig Zeit gelassen und stieg später in den Besenwagen. Besser als in den Leichenwagen.

Bei Tirreno Adriatico hatte jetzt ein Fußgänger es ein wenig eilig gehabt und ist verwegen über die Straße geschlichen. Man sieht das immer wieder. Die Leute glauben nicht an die hohen Geschwindigkeiten beim Radsport und verschätzen sich komplett. Bei der Luxemburg Rundfahrt letztes Jahr habe ich mal gesehen wie ein Streckenposten eine Frau im letzten Moment von der Straße. Die Tusse beschwerte sich fürchterlich und begriff gar nicht, dass der Mann gerade ihr Leben gerettet hatte. Die Jungs kamen den Berg runter geschossen. Und wenn der Mann nicht sein eigenes Leben riskiert hätte wäre es zu einem tragischen Unfall gekommen.

Die zwei Bora Fahrer waren Rafal Majka und Oskar Gatto. Sie sind trotz des Sturzes weiterhin im Rennen. Der Borazug musste allerdings ohne sie weiterfahren und kam nur auf Rang 20 mit rund zwei Minuten Rückstand ins Ziel.

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