Do. Nov 21st, 2019

Wout Van Aert. Von der Tour fertig gemacht.

2 min read

Die Szene ist nun gut drei Monate alt. Wout Van Aert vom Team Jumbo Visma stürzt beim Zeitfahren in Pau in einer engen Kurve und bleibt blutend liegen. Das Rennen wird nicht unterbrochen. Van Aert wird an den Rand gezerrt und mit einer Werbeplane zugedeckt. Der Fernsehzuschauer soll kein Blut sehen, denn es fließt viel Blut aus der klaffenden Wunde am Bein. Die Fernsehkommentatoren kommentieren gnadenlos weiter. Ab und zu sieht man einen Menschen an Wout Van Aert unter der Plane rumwurschteln. Ein Krankenwagen kommt lange nicht. Die Stelle ist eng und das Rennen könnte beeinträchtigt werden. Fahrer um Fahrer passiert die Unglücksstelle. Trotz dem wird die Sache von den Kommentatoren negiert. Wird schon nicht so schlimm sein,  denn sonst würde man doch helfen oder nicht? 

Nein, nicht. Man lässt den armen Kerl lange liegen. Bei einem ähnlich Sturz bei der Vuelta, ,die auch von der ASO organisiert wird, lässt sich der Teamwagen von Jumbo Visma nicht mehr wegschicken. So eine Scheiße wie bei Wout von Aert will man sich nicht noch einmal antun lassen.

Ich habe angesichts dieser Dreistigkeit längst das Fernsehen abgeschaltet. Ja, irgendwann wird Van Aert auch abgeborgen. Viel zu spät, die Verletzung ist so schwerwiegend, dass der Junge lange im Krankenhaus liegt und an Krücken gehen muss. Jetzt, drei Monate nach dem Vorfall, kann der Belgier immer noch nicht richtig trainieren. Immerhin ist er seine Krücken los und kann schon 3 Stunden auf dem Fahrrad sitzen.

Die Flandern haben ihm jetzt den Preis des besten Fahrers aus Flandern verlieren. Ein Preis, auf den er sicher gerne verzichten würde, wenn er dafür wieder normal trainieren könnte..

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