Sa. Jan 25th, 2020

Vuelta a Costa Rica. Wir sind schon übern Brenner.

3 min read

Eine wenig unbemerkt von der Öffentlichkeit in Deutschland findet zur Zeit in Costa Rica eine der schwierigsten Rundfahrten Amerikas statt. Nun kann man vom normalen Journalisten nicht erwarten, dass er mehr in die Schlagzeilen bringt als die neuesten Doping Nachrichten aus dem Jahre 2012. Ach ja die  gute alte Zeit, als man  noch bei den Herren auf den schnellen Fahrrädern ein und ausging. Hat man da nicht beflissentlich die Spritzen auf den Nachttischen übersehe? Ja, die gute alte Radsportfamilie. Was ist bloß aus der geworden?

Auch in Costa Rica wird kräftig gedopt. Das weiß man seit dem letzten Jahr. Man hat dort noch nicht die technischen und ärztlichen Möglichkeiten, die Sache einigermaßen zu verschleiern und so kann man schon bei ungewohnten Kontrollen auffallen.

Trotzdem müssen die Jungs über die Brocken kommen. Man stelle sich bei der Tour der France ein Bergzeitfahren auf 2770 m Höhe vor. Der Start liegt 900 m tiefer. Die Cima Coppi oder das Souvenir Henri Desgrange liegen in der Regel ein paar 100 m niedriger. Es gibt da hoch auch kein Zeitfahren, wie nach San Juan de Chicua auf 2770 m über dem Meeresspiegel. Die Strecke der 8. Etappe war 12 km lang und hatte eine Steigung von rund  7,7 Prozent.

 

Gewonnen hat das Rennen der Costa Ricaner Sebastian Moya von Team Scottish Nestle Metrica Giant. Was mich wundert ist, das dieser sich ebenso wie der Zweite, der Mexikaner Efren Santos, eher in den Sprintwertungen auszeichnet. Haben wir da etwa ein paar Peter Sagan`s in Südamerika und nutzen deren Fähigkeiten nicht? Der Junge ist den Anstieg in 39 Minuten und 34 Sekunden hochgeknallt.  Zum Vergleich mal Alp D’Huez. Der Anstieg hat eine Länge von 13 km, der erste km ist flach und einen Höhenunterschied von 1130 Metern. Das Ziel liegt allerdings unterhalb des Starts des Zeitfahrens bei der Vuelta a Costa Rica. Der schnellste Fahrer ist meines Wissens Marco Pantani gewesen. In Italien hoch verehrt, ansonsten Doping belastet. Il Pirato hat für die Strecke 37 Minuten und 35 Sekunden benötigt. Da die Deutschen und Holländer die Alpen quasi vor der Haustüre haben, finden dort zahlreiche Selbstversuche statt und es gibt manch einen Bericht einem Zeitungsreporter, der es  tatsächlich den Berg hoch geschafft hat. So entstehen halt die Mythen. Millionen Fliegen können halt nicht irren. Ach ja. ein  Deutscher namens Daniel Leithner ist auch nach San Juan de Chicua hochgefahren. Für das team Pro Cycling Stats. Er hat für die 12 km 8 Minuten und 39 Sekunden mehr als der Sieger benötigt.

Der  Tag davor führte die Jungs dann über die Cima Coppi des costaricanischen Radsports, dem 3303 m hohen Cerro de La Muerte. dem Todesberg. Für manche Radsportler hat der Berg schon die Beendigung der Karriere gebracht. Besonders wenn man sich dort gedopt hat erwischen lassen. Wollen wir sehen wie, das dieses Jahr ausgeht. Gewonnen hatte die Etappe von Perez Zeledon nach Pacayas über 133 km der Equadorianer Harold Matrin Lopez. Er erreichte die Bergwertung zusammen mit seinem Kumpel Pablo Caicedo. Nach der eigentlichen Bergwertung bei 3083 m Höhe ging es noch weiter auf über 3303 m. Später konnte der 19 jährige Lopez den 14 Jahre älteren Caicedo vom Team Equador abhängen und gewann die Etappe überlegen mit 1:51 Minuten Vorsprung vor einer Gruppe mit dem Führenden in der Gesamtwertung. Daniel  Bonilla vom Team Scotia Nestle Metrica Giant liegt auch nach dem Zeitfahren noch an der Spitze der Rundfahrt.

Ergebnis >>>>

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