Do. Dez 12th, 2019

Van der Poel siegt auch in Niel

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Der Jaarmarktzcross hat eine ganz besondere Tradition. Er steht noch für die früher so zahlreichen Kirmesrennen, bei denen die Fahrer für ihren Lebensunterhalt fuhren. Zirkus, Kirmes und Jaarmarkt, das sind Traditionen des belgischen Radsports.

Und so wundert es auch nicht dass die Jungens, die gestern noch um die Ehre des Europameistertitels fuhren, finden sich im Alltag des belgischen Kirmesschlamms wieder. Es wird hier sicher mehr Bier getrunken als in Italien und auch wird man nicht die Fans von einer Stelle zur anderen rennen sehen. Man hat seinen Standpunkt in der Nähe einer Bierbude, den hat man sich gut ausgesucht und außerdem, warum sollte man unnötig über das Gelände rennen. Die Jungens kommen doch oft genug vorbei.

Nicht mit dabei war der gestrige Zweite, Eli Iserbyt. Für seinen Vizeeuropameister kann er sich wenig kaufen. Das Hemd darf er nicht mal stellvertretend tragen. Der fliegende Holländer entwickelt sich zum Kannibalen. Mit dabei ist aber Laurens Sweeck, der noch einen Tag mit der Bronzemedaille um dem Hals herumlaufen wird. Bevor es Halsschmerzen gibt, wir er sie aber sicher ablegen. Mit dabei ist auch Marcel Meisen. Der deutsche Meister hatte sich die Europameisterschaften geschenkt und das Rennen in Belgien vorgezogen.

Mathieu Van der Poel war erst am Morgen im Flugzeug mit den meisten belgischen Fahrern in Niel angekommen. Nicht alle der belgischen Jungens hatten Lust auf eine zweite Klatsche und fuhren direkt vom Flughafen nach Hause. Lediglich Laurens Sweeck wollte ein Tänzchen wagen. Doch er verpatzte seinen Start. So hatte Mathieu van der Poel freiere Hand als gestern und setzte sich nach einer Viertelstunde an die Spitze des Rennens. Dies und der Regen vermieste den Anwesenden ein wenig die Stimmung. Nachher war die Rede vom kleinen Schneiderlein und drei auf einen Streich. Ach, wenn nur Wout Van Aert wieder eingreifen könnte. Aber der von der Tour de France geschändete Fahrer kuriert immer noch seine Verletzungen von Zeitfahren in Pau aus.

So konnte am Ende dann Laurens Sweeck ein wenig die Stimmung aufhellen. Immerhin bekrabbelte er sich ein wenig und wurde Zweiter.

Marcel Meisen, der deutsche Meister, wurde siebter mit 1:42 Minuten Rückstand auf Mathieu Van der Poel.

Ergebnis <<<<<<

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