Mo. Sep 16th, 2019

Van der Poel. Der Held der Holländer

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Der Junge war schon alles. Van der Poel war Europameister und  ist nun wieder Weltmeister im Cyclo Cross. Trotzdem darf man sagen, dass seine Popularität deshalb keinen besonderen Aufschwung genommen hätte. Der Mann lief einfach unter ferner liefen und es liefen nicht die Groupies hinter ihm her. Gut, in der belgischen Wintersportszene hatte er einen Namen. Der belgische Wintesport heißt Cyclo Cross und dort hat er dem Lokalmatador Wout Van Aert die letzte Saison jedes Wochenende versaut. Das ging soweit, dass Wout Van Aert in die Straßenradsportszene wechselt. Gar zu einem Holländischen Team namens Jumbo Visma. Tiefer kann ein Belgier eigentlich gar nicht sinken.

Bei Mathieu Van der Poel hatte vor dieser Woche eigentlich nur im Zusammenhang mit seinen Vater Adrie und seinem Großvater mütterlicherseits Raymond Polidor genannt. Polidor wird in Frankreich eigentlich nur Poupou genannt und sein Name galt als das verkörperte Pech im Radsport. Trotzdem ist Poupou immer der Sieger der Herzen gewesen.

Die approbierten Gentechniker in der Journalistenszene führen deshalb alle Erfolge Mathieu Van der Poels auf dessen Erbgut zurück. Insbesondere seit seinen beiden Siegen in der letzten Woche nimmt das ein wenig überhand. Wir kennen dieses auch von anderen Fahren, die in die Fußstapfen ihrer Erzeuger getreten sind. Ich will dieses leidige Thema mit seiner unglückseligen Vergangenheit nicht hier nicht weiter ausweiten, möchte doch auch die Tatsachen nicht außer acht lassen.

Wir sind nämlich beim Radsport- Und Radsport ist in erster Linie Ausdauersport. Obwohl die Sprinter mit ihren weißen Muskelsträngen natürlich auch eine Rolle spielen. Ausdauer bekommt man aber nicht durch Vererbung in die Wiege gelegt, sondern man muss sie sich durch hartes Training erarbeiten. Das ist ein Fakt. Da kann ein Athlet noch so großartige Vorfahren haben, wenn er seinen Arsch nicht jeden Tag aufs Fahrrad setzt, dann erreicht er auch nichts. Mathieu Van der Poel hat hauptsächlich nur eine Sache geschenkt bekommen, dass sind die Vorbilder seines Vaters und seines Großvaters und vielleicht deren gute Ratschläge. Das sollte man doch wirklich mal festhalten.

Das Mathieu Van der Poel an der Stätte seiner größten Niederlage, den Cyclo Cross Weltmeisterschaften im letzten Jahr im niederländischen Valkenburg, dieses Jahr seinen größten Erfolg in der Straßenradszene, dem Sieg des Amstel Gold Races, setzte zeigt, dass er einiges von Poupou gelernt hat. Es besser zu besser zu machen als sein Großvater und niemals aufzugeben. Auch so wird man Sieger der Herzen. In Holland jedenfalls.

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