So. Okt 13th, 2019

Tour of Oman. Die grüne Hölle.

3 min read

Da wird hart heute. Es geht bei der Tour of Oman in die Green Mountains.  Da braucht man sicher Hilfe. Seit einiger schwirrt in der Szene der Begriff Ketene durch die Hirne. Das ist bei allen Ausdauersportlern so. Die Sache mit den Kentenen ist ja schon lange bekannt. Nur, ist irgendwie die Idee, ein paar Pillen zu schlucken und damit ohne sportlichen Aufwand, seine Konkurrenz abzuzocken wohl allzu menschlich. Waren es vor Jahren die Kohlehydratpäpste und Pastaopartyveranstalter, so sind es heute die Verteter der Schweinswürste die Leistungssteigerung für sich proklamieren.

Wie sagten wir doch früher: ” Frisst mehr Scheiße, 1 Millionen Fliegen können nicht irren!”

Ich weiß wirklich nicht, was die Jungs auf dem Fahrrad zu Mittag essen. Hoffen wir das Beste.

Heute steht auf dem Wüstenfahrplan ein Anstieg auf die grünen Berge auf dem Programm.  Es ist jetzt nicht gerade die grüne Hölle, aber für Wüstensöhne, die eher die Farbe braun gewöhnt sind, ist das schon grün. de Jungs wird das nicht kümmern. Wichtiger ist es den Anstieg zu bewältigen. Der ist 6 km lang und hat eine durchschnittliche Steigung von 10 Prozent. Er führt somit vom 600 m auf 1200 m Höhe.

Also schon ein wuchtiges Kaliber, am Ende des Tages. Wer hier sich entscheidend absetzen kann, hat die Rundfahrt in der Tasche. Morgen sind dann noch mal die Sprinter gefragt. Hoffentlich schont sich Greipelchen ein wenig für den morgigen Tag.

Schon nach 20 Kilometern sieht 6 Fahrer, die sich den Misshelligkeiten des Radsportalltags stellen müssen.

Sie haben bei der Hälfte der 152 m immerhin einen Vorsprung von 6 Minuten. Leider wird der gleich schmelzen wie die Butter von der Ziegenmilch, die in dieser Gegend produziert wird. Nein, im Gegenteil, die Grillen zirpen es vom Dach, noch vor dem Anstieg werden die sechs die Schlusslichter der Verfolgerautos des Pelotons sehen und froh sein wenn sie einsteigen dürfen. Nur Pech wenn der sportliche Leiter meint, man sollte morgen doch noch ein wenig den Sprint anziehen und die Türen von Innen verriegelt.

“Quäl dich, du Sau!” Der beliebteste Spruch am deutschen Straßen Radsportrand. Jeder Hobbyradler, der sich 200 Pfund Übergewicht und ein 6 Gramm leichtes Rennrad leisten kann, hat ihn in der Tasche.

Nur, mit Schweinen haben sie es nicht so in Arabien. Sagt man da nicht besser: “Quäl dich, du Kamel!” Oder so was?

Wenn sie gerade Zeit haben, schauen sie mal in den liveticker.

Hey was ist denn los heute?. Die Jungs haben aber wirklich die Ruhe weg. Zwar ist der Vorsprung der Ausreißer zwischenzeitlich mal auf  unter 4 Minuten gesunken. Aber 30 km vor dem Ziel sind wir wieder bei 5 Minuten angelangt. Die Sprintwertung sieht folgend aus.

Van Rooy, Steels und Cardis sind jedenfalls keine Konkurrenz für die Gesamtwertung. Sie kommen aber tatsächlich mit 3 Minuten Vorsprung in den Schlussanstieg. Das hätte ich nicht gedacht. Dann werden die Jungs aber überrollt. Lutsenko vom Team Astana gewinnt und festigt seine Position als Spitzenreiter der Tour of Oman.

Ergebnis <<<<

Please follow and like us:
error

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

RSS
Follow by Email
Facebook
Twitter
YouTube
Instagram