Mi. Nov 20th, 2019

Tour de Yorkshire. Einer kommt durch.

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Tour de Yorkshire

Es regnet in der Schweiz. Es regnet in England bei der Tour de Yorkshire. Die Situation ist ähnlich. Einer der Ausreißer kommt durch.

 

Die erste Etappe der Tour de Yorkshire führte von Doncaster über 182 km nach Selby. Ob das die Geburtsstadt vom Snookerstar Mark Selby ist, weiß ich nicht. Die Etappe war flach. Den einen kleinen Hügel konnte man außer acht lassen.

Nicht außer acht lassen konnte man den Protest von Ineos in der Gegend. Die Menschen sind nicht sauer auf das Team, sondern auf die Gesellschaft Ineos, die hier in Yorkshire ein Frackingprojekt durchziehen will. Das und der Regen taten der guten Stimmung am Straßenrand jedoch keinen Abbruch. Die Yorkshirer sind stolz auf ihre Rundfahrt.

Gelbwesten auf Englisch

Das begann 2014, als die Tour de France hier ihren Anfang nahm. Das auch diese Rundfahrt von der ASO produziert und gewartet wird, zeigt sich an der Prominenz auf dem Podium. Die Anreißer sind ständige Begleiter der Tour und auch anderen wichtigen Rennen wie Paris Nizza. Allein in Deutschland, wie bei Eschborn Frankfurt und der Deutschland Tour überlässt das Unternehmen lokalen Größen die Handhabung. Dann dürfen auch Journalisten, die sonst in Frankreich kaum Gelegenheit zum Wirken bekommen, am Ereignis teilhaben. Ich rede da aus Erfahrung.

Fünf einsame Streiter schlugen sich heute durch die von gesäumte verregnete Landschaft Yorkshires und sehnten sich nach den Pudding am Abend. Falls sie keine Vegetarier sind. Auch im Peloton war die Winterausrüstung die Einheitskleidung. Dieses Jahr wird es keinen Vergleich mit dem sonnigen Vorjahr geben. Trotzdem oder gerade deswegen war der Tagesschnitt ungewöhnlich hoch. 44,5 Km in der Stunde im Durchschnitt. Auf der flachen Strecke wird es hoffentlich keine Fälle von Rinderwahnsinn oder ähnlichen gegeben haben. Man ist ja schon froh, wenn man nicht wieder über einen plötzlichen Herztod reden muss. Das sind selbstverständlich bedauerlich Einzelfälle, die überhaupt nichts mit irgendeiner Form von Medikamentenmissbrauch zu tun haben. Natürlich nicht. Was sonst auch.

Am Ende wurde es dann knapp. Vier Ausreißer gingen noch mit einem Vorsprung von 14 Sekunden in den letzten Kilometer. Die Meute kam aber vom hinten an. Jesper Asselmann vom Team Roompot schnappte sich ein Fähnchen am Straßenrand und gab auf den letzten 100 m Vollgas. Dadurch ging der Meute die Strecke aus und Asselmann wurde als einziger der Ausreißer nicht mehr eingeholt.

Ergebnis >>>>

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