Di. Nov 12th, 2019

Tour de Suisse. Ein Niederländer in den Bergen.

3 min read

Der Tag des Antwan Tolhoek vom Team Junbo Visma. Ich habe mir sagen lassen, dass die Holländer so gut den Berg rauf kommen weil sie von klein an schon immer auf dem Fahrrad zur Schule gegen den Wind angebrettert sind. Vermutlich wird diese Fähigkeit bald nachlassen, weil alle nun ein E Bike haben. Aber wer weiß das schon so genau. 

Das der Tag was für die Bergflöhe werden könnte, sah man schon am Profil. Wenn man sich es denn angeschaut hätte. Zum Schluss ging es jedenfalls ordentlich hoch nach Flumserberg. Von 400 auf 1200 Meter. 8,4 km und 9 Prozent Steigung.

Das beliebte Spiel der Veranstalter, “wir setzen einen Berg ans Ende des Tages und versauen den Sprintern die Laune”, fand ein neues Kapitel. Allerdings sind wir in der Schweiz, da vermutet man es nicht anders und die Sprinter hatten ja zu Beginn der Rundfahrt wirklich ein paar schöne Tage.

Aber jetzt ist Schluss mit lustig und die kleinen leichtgewichtigen Zwerge dürfen auch mal ran. Jetzt ist der Mann aus Yerseke, wo gestern die ZLM Tour gestartet wurde, mit 178 cm nicht wirklich klein. Für einen Holländer vielleicht schon. Die sollen ja die größten Menschen auf der Welt sein. Aber die bei der Körpergröße fallen 61 kg nicht so ins Gewicht. Der heutige Zweite, der Kolumbianer Egan Bernal, ist 1,74 groß und hat 60 kg. Was lernen wir daraus? Gewicht kann den Ausschlag geben. Natürlich in Proportion zur Körpergröße.

Der Berg am Ende langte, um die Fahrer hübsch einzeln zu fotografieren, denn sie kamen alle alleine mit gehörigen zeitlichen Abstand den Berg hoch. Da hatten die Fans am Wegesrand sicher Zeit für das eine oder andere ausgiebige Gespräch. Ob wohl es den meisten Jungs in der Situation ziemlich am Arsch vorbei geht.

Tolhoek gehörte zur 25 köpfigen Spitzengruppe, die lange Zeit das Rennen bestimmte. Sie hatten einen Vorsprung von über 2 Minuten auf das Feld. Die Jungs wurden zum größten Teil eingeholt und auf die hinteren Plätze verwiesen.

An der Tabellenspitze hat sich natürlich auch einiges verändert. Peter Sagan ist in der Versenkung verschwunden. Er aber ach noch auf Podium, weil er das Trikot des Sprintbesten trägt. Seine Rolle als Tabellenführer hat Egan Bernal von Team Ineos eingenommen. Der Kolumbianer wird früher oder später die Rolle von Froome und Thomas dem Team übernehmen müssen. Da kann er ja schon mal üben.

Ergebnis>>>>

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