Mo. Sep 16th, 2019

Tour de France. Mike Teunissen gewinnt die erste Etappe

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Heut war ganz schön was  los an Belgien`s  Straßenrändern. Zumindest wenn die Tour vorbeikam. Als ich morgen um 6 der Strecke folgte, konnte ich  einen schönen Sonnenaufgang beobachten und viele Tauben, die versuchten irgendwelche Körner aufzupicken. Menschen hab ich keine gesehen. Das änderte sich später natürlich. Hatte mir bei Charleroi  ein schönes Plätzchen besorgt. Der Ort Lutte machte Party und auch eine schöne Großleinwand im Zelt.

Wie Üblich kam zunächst die Karawane vorbei. Es waren nicht ganz so viele Fahrzeuge wie in Frankreich in den nächsten Tagen. Das hat der Stimmung aber keinen Abbruch getan.

Schon vorher konnte man das Geschehen auf dem Bildschirm beobachten. Der Depart mit Eddy Merckx rührte natürlich an der Tränentrommel. Nach ein paar Nationalhymnen ging es dann los.

Nach dem Depart reel bildete sich sofort eine vierköpfige Ausreißergruppe. Mit dabei war Greg Van Avermaet vom Team CCC. Der holte sich dann im harten Kampf gegen Meurisse von der Wanty Gobert Group die erste Bergwertung der dritten Kat. und damit das Trikot für den nächsten Tag. Wenig später am Bosberg siegte zwar Meurisse, aber die Wertung hatte nur die 4. Kategorie.

Somit hatte van Avermaet seine Arbeit für den Tag getan, es gab keine weiteren Wertungen und ließ sich ins Peloton zurückfallen. Die anderen drei mussten noch etwas weiter arbeiten. Man hielt sie zunächst auf drei Minuten Abstand. Als sie bei uns in Lutte vorbeikamen war der Vorsprung auf gut 2 Minuten geschrumpft. Das 1,9 km lange Pavee brachte dann eine kleine Vorentscheidung für den Ausgang des Tages.

Das Feld splitterte sich auf. Ganz am fuhr Elia Viviani. Der musste wegen eines Defekts das Rad tauschen. Durch diese Umstände wurde natürlich an der Spitze des Pelotons Tempo gebolzt. Das führte dazu, das die Ausreißer die Sprintwertung nicht mehr erreichten. Die gewann dann Peter Sagan souverän. Wie so hat er dabei aber die Körner verpulvert, die ihm dann im Sprint später fehlten.

Vor zog aber Stephane Rossetto vom Team Cofidis seine Show ab. Wenig später hatte Jakob Fuglsang vom Team Astana ernsthafte Probleme. Er wurde in einem Sturz verwickelt, fiel aufs Gesicht und sah recht übel zugerichtet aus. Fuglsang ist einer der Favoriten für die Gesamtwertung. Deshalb machte sein Team Astana eine vorzeitige Mannschaftsübung. Sie erreichten 10 km vor dem Ende wieder das Peloton. Kurz darauf wurde Rossettis one man show beendet.

Man richtete sich auf einen genüsslichen Massensprint ein. Doch passiert dem Team Jumbo Visma ein Missgeschick. Dylan Groenewegen fuhr auf einen anderen Fahrer auf und es kam zu einem Massensturz in der Mitte des Pelotons. Noch waren es 1,5 km bis ins Ziel. Die Jungs vorne zogen natürlich ihr Ding durch- Lange sah es aus als ob Peter Sagan von Bora hansgrohe der sichere Sieger sei. Dann schob sich Mike Teunissen vvon Jumbo Visma, den ich aus der Luftperspektive zunächst für Wout Van Aert hielt, langsam nach vorne und fing Sagan noch um eine Zehenspitze ab.

Das langte fürs gelbe Trikot morgen. Man kann direkt mal vom Glück im Unglück sprechen. Dem Teunissen hätte niemand einen solchen Sprint zugetraut. Sagan darf sich mit dem Grünen Trikot trösten. Rossetto wurde zum kampflustigsten Fahrer gekürt. Weiß nicht, ob das so lustig war.

Was macht eigentlich Greipelchen von Arkea Samsic? Man hat ihn ja im Peloton gesehen. Nun, für einen Sprinter belegte er den beschissenen 19. Rang. Das will er sicher so nicht stehen lassen.

Ergebnis >>>>>

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