So. Dez 15th, 2019

Tour de France. Erst mal Belgien

3 min read

Tour de France und Belgien. Geht das überhaupt. Ja, aber. Zunächst mal geht bei der Tour alles. Man muss sich natürlich ein wenig einschränken.

Die Anreise muss sorgfältig geplant werden. Brüssel ist zu normalen Zeiten nicht ohne. Besonders am Freitag. Am Freitag vor der Tour de France muss einem die Seele mit Gelassenheit segnen. Deshalb bin ich schon vor Mittag los. Das hilft aber nichts, denn hier in Brüssel herrscht Ausnahmezustand. Eigentlich wollte ich die Strecke vorher von Beginn an abfahren. Das gelingt nicht. Dafür werden die Umgehungen immer länger. Nach ein paar Stunden finde ich die Strecke. Die ist im Gegensatz zum Giro sehr gut ausgeschildert. Man hat. Nicht ein Pfeil alle 20 km, sondern an jeder Ecke fünf bis zehn. Da kann man sich schlecht verlaufen. Bis zum Bosberg will ich heute fahren. Davor kommt die Muur von Geraardsbergen. Beides schon zig mal gesehen. Der letzte Teil der Mauer, die sogenannte Kapellmuur ist gesperrt. Auch von oben kommt man nur zu Fuß an die Kapelle. Auch oben auf dem Bosberg haben sich schon die Fans versammelt. Das gibt morgen wieder ein Volksfest. Wir sind erst am Anfang des Renntages. Noch haben die Jungs keine 50 km gefahren. Die Fahrt durch Brüssel ist neutralisiert.  Um 12 soll es im Centrum losgehen. Dann folgen 25 neutrale Minuten und wenn es schnell werden die Jungs um 13:36 am Bosberg sein. Ich werde dann schon wieder in der Gegend von Brüssel rumkurven.

Morgen früh um 6 geht es weiter. Es gibt auf dieser Etappe nur einen offiziellen Pflastersteinabschnitt. Der liegt bei Charleroi und ist 1,9 km lang. Aber der Bosberg und die Mauer von Geraardsbergen sind auch übelst bepflastert. Das tut auch dem Auto weh. Im Gegensatz zu Italien sind die Fans hier schon unterwegs. Die Wohnmobilisten haben sich schon die besten Plätze abgesteckt. Morgen wird man kaum ein ruhiges Plätzchen am Straßenrand  finden.

Morgen führt die erste Etappe Brüssel nach Süden bis nach Charleroi und dann in einem Bogen nach Brüssel zurück. Sie ist 194 km lang. Es gibt 2 Bergwertungen Die  in Geraardsbergen hat die 3 Kat., eine Steigung von 7,8 Prozent und eine länge von 1,2 km. Der Bosberg hat Kat 4., ist 1 km lang und hat eine Steigung von 6,7 Prozent. Es wird also direkt am ersten Tag einen Träger des gepunkteten Trikots geben.

Auf dem höchsten Punkt der Strecke gibt es seltsamerweise eine Sprintwertung. Les Bon Villers liegt auf einem Hochplateau. Das hat eine Höhe von 158 km. Der Sprint ist jedoch flach. Die Zielankunft in Brüssel wird was für die Sprinter. Wenn es unterwegs keine Windstaffeln gibt. Dylan Groenewegen vom Team Jumbo Visma ist mein Favorit für den Tag. Aber vielleicht redet ja auch Teamkollege Wout van Aert ein belgisches Wort mit.

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