Tour de France. Das Schweigen der Lämmer.

Kennen sie das? Wenn ein Applaus  ein gar wenig leise erscheint, dann hält der Moderator seine Hand hinters Ohr und deutet an, dass er wohl taub sein muss.

In dieser Situation sind wir jetzt. Und bezüglich der anderen Radrennen werden wir es den ganzen Juli sein. Es gibt wenige Organisatoren, die sich trauen in dieser Zeit ein Radrennen auszurichten. Die Österreicher und die Chinesen tun es. Aber man wird  sich Mühe geben müssen, sie zu hören. Wir vom Radsport Journal Tourmann werden  es aber tun. Wenn man in China ist, wird man die Tour of Qinhai mit anderen Augen sehen wie die Tour de France. Obwohl natürlich auch im Land der Mitte ein Ereignis wie wie Tour de France omnipresent ist.

Daneben gibt es noch einige Rundfahrten für die Youngster und die Frauen im Radsportkalender. Darüber wird man noch weniger  erfahren.

Die Stille, zwei Tage vor der Präsentation, ist beeindruckend. Keiner der Journalisten will sein Pulver verschießen. Die Ruhe vor dem Sturm, der am Donnerstag mit tamtam losbrechen wird.

Die Teams haben sich größtenteils aufgestellt. Auch hier gibt es schöne Statistiken. 11 Deutsche Fahrer sind dabei. 22 Belgier, 6 Briten und 4 Österreicher. Die Australier haben mehr Fahrer als die Briten am Start, insgesamt 7. Die meisten Fahrer kommen natürlich aus Frankreich(34). Das Land sehnt sich nach einem eigenen Tour de France Sieger. Am Ende wird man sich wieder mit dem Bergtrikot begnügen müssen.

Bora hansgrohe hat dieses Jahr 3  deutscher Fahrer am Start und 3 Österreicher. Damit  sind sie wohl der Kritik  vom letzten Jahr ein wenig gefolgt, wo allein Markus Burghardt mitfahren durfte. Das mit Maximilian Schachmann der deutsche Meister  dabei ist, dürfte bei dem Rennen am letzten Wochenende in Sachsen wohl eine gewisse Rolle gespielt haben. Burghardt hatte das Trikot ja schon einmal und Schachmann ist einer der Jungstars im Team.

Ansonsten sieht man wieder zahlreiche Spanier bei der Tour, insgesamt sind es 13. Die Italiener stellen mit 15 Fahrern die drittstärkste  Gruppe. Zweite sind der Anzahl nach die Belgier. Deutschland kommt auf Rang fünf.

Dass Masse nicht immer Klasse bedeutet, ist ja bekannt. Am Ende wird es wieder eine Sache zwischen Thomas und Quintana. Vielleicht kommt ja auch der neue Jungsstar Bernal noch ins Spiel. Aber die Tour ist lang. Es sehr viel passieren. Gegen Stürze und Defekte im unglücklichen Moment istTour de France. Das Schweigen der Lämmer. keiner gefeit. Die Tour de France verspricht also auch dieses Spannung und ein gewisses Kribbeln unter der Haut. Genießen wir das Spektakel. Denn das ist es. Wie jedes andere Radrennen auch.

 

 

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