Schwappt die Dopingwelle nach Frankreich zurück?

Frankreich hatte viele Doper zu verkraften. Das war zu einer Zeit, als man noch glaubte, der excessive  EPO Gebrauch würde keinem auffallen. Die französischen Helden starben auf der Straße der Aufklärung. Ihrem Ruhm hat es allerdings bei den Fans nie geschadet. Vor allem, weil nachher von den Verantwortlichen gegenüber jeder Küchenschabe erklärt wurde, dass nach dem reinigendem Gewitter alles wieder clean sei. Der Fall Armstrongs ein paar Jahre später, dessen Dopinggeständnis und den damit verbundenen Verlust aller Tour de France Siege feierte man als Erfolg der Dopingjäger.

Danach herrschte Ruhe. Man vergaß Virenque, Ullrich und den Amerikaner. Die Show musste weiter gehen. Die peinlichen Zwischenfälle mit gedopten Fahrer wurden nun als Einzelfälle abgetan. Die Überführten hielten die Schnauze. Die Radsportfamilie verlangte es so. So war jeder Überführte ein dreister Einzeltäter und nicht die Spitze des Eisbergs. Die Presse spielte wunderbar mit und sogar die Wada sonnte sich im Ruhm. Die heile Sportwelt. War nicht alles in Butter?

Leider verschwieg die Wada gegenüber der Öffentlichkeit und ihren Geldgebern, dass sie nicht wirklich in der Lage war Doper zu überführen. Die waren schon auf so raffinierte Methoden ausgewichen, mithilfe von geschulten Medizinern, dass sie sich immer sicher fühlen konnten. Ein Dopingtest ist kein Problem, vor allem, wenn man vor Wettkampf die Probe bei einem lizenzierten Dopinglabor, gegen einen kleinen Geldbetrag, hat auf Nichtvorhandensein von gewissen Substanzen hat untersuchen lassen. Ja, das ist in Mitteleuropa Standard.

Es ist auch allen Journalisten bekannt. Durch Fernsehsendungen längst veröffentlicht. Keiner kann behaupten, dass gäbe es nicht.

Nicht nachweisbar ist im Moment das Blutdoping mit Eigenblut. Wer nicht auf frischer Tat erwischt wird, kann immer behaupten, er tue es nicht.

So hat Georg Preidler vom Team Groupama FDJ eingestanden, dass er mit dem Gedanken an Blutdoping gespielt hat. Sein Beutel mit Blutplasma soll in der Erfurter Praxis gefunden worden sein. Mehr nicht. Er will es nie benutzt haben. Das Gegenteil ist nicht nachweisbar. Trotzdem wurde er sofort von seiner Mannschaft  entlassen. Denn die achtet auf Sauberkeit. Wer erwischt wird, ist Einzeltäter und nichts darf auf die Mannschaft zurückfallen. Ende der Karriere.

Ansonsten geht die Show weiter. Es werden immer wieder neue junge Talente von gewissen Leuten oder dem System zum Doping gezwungen. Für die viele Dopingexperten gilt die Aussage als richtig, wer ganz oben steht ist nicht sauber. Den meistens Fans ist das egal. Sie wollen ihre Mannschaft , ihren Held  oder ihre Heldin siegen sehen. Dabei ist es egal, ob es sich um Fußball, Leichtathletik, Radsport oder Wintersport handelt. Die Betreffenden stehen für das eigene Ego, für das eigene verlogene Leben, das man krampfhaft vergessen will. Da ist es dann scheißegal, wenn aus den Kindern dann Krüppel werden.

 

 

 

 

 

 

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