Mo. Aug 19th, 2019

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Paris Roubaix. Joseph Areruya schreibt Geschichte

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Areruya wird Alleluja ausgesprochen. Morgen wird zwischen Paris und Roubaix deshalb  der Klassiker “drei Fäuste für einen Areruya ” gegeben. Der Afrikaner ist der erste schwarzafrikanische Fahrer, der sich in die Hölle des Nordens wagt. So ganz richtig dürfte das auch nicht sein. Den die Kolonialmächte hatten im 1. Weltkrieg dort zahlreiche Menschen aus Afrika im Einsatz. In Ypern gibt es da ein schönes Tor, wo alle Hautfarben schön getrennt aufgezählt sind. im Tod sind sie aber alle gleich.

Gut, ich will mich da nicht weiter aufregen. Areruya kommt aus Rwanda. Dort haben sie nicht nur eine wunderschöne Rundfahrt, sondern im letzten Jahrhundert auch ein fürchterliche Gemetzel gehabt.

Areruya war 2018 aufgrund seiner Leistungen afrikanischer Radfahrer des Jahres und ist in Rwanda ein Nationalheld. Durch seine Leistungen wurde das Team Delko Marseille auf ihn aufmerksam und so fahrt er in der zweiten Liga des Radsports in Europa. Französische Teams haben natürlich bei Rennen in Frankreich eine bevorzugte Rolle. Da man mit Areruya auch ordentlich Werbung machen kann, fährt er bei Paris Roubaix mit.

Große Aussichten werden dem Afrikaner nicht eingeräumt, zumal man auch im Team der Ansicht ist, dass er sich in größeren professionellen Pelotons erst mal zurecht finden muss. Da aber das Peloton, wenn es zu den Pavees Sektoren ohne Auflösungserscheinungen zeigt, könnte Areuya auch hier seine Möglichkeiten haben. Die Straßen in Afrika sind zwar wesentlich besser als in der Hölle des Nordens, vielleicht wächst der junge Mann ja über sich hinaus.r

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