Paris Nizza. Kein Schnee auf dem Mont Ventoux

Ich will keine falschen Versprechungen machen. Der Ventoux stand heute nicht auf dem Programm. Wir sind aber daran vorbeigefahren. Wie immer, wenn man sich von Norden nähert, hält man die nächstbesten Hügel in der Ferne für den weißen Kalkriesen. Erst wenn mann ein wenig Richtund Avignon vorangekommen ist zeigt sich der echte Ventoux. Majestätisch ragt er allein aus der Ebene empor. Nackt wie fast immer zeigte er auch heute keine Schneehaube. Jedenfalls nicht in Richtung Süden. Dorthin wollten wir auch. Nach Barbentane führte uns die Renndirektion. Dort wollte sie ein Zeitfahren über  25,5 km veranstalten. Was sie auch tat. Der Start und das Ziel waren in dem mittelalterlichen Dorf, welches sehr schön auf einen Hügel verteilt war. Obern auf den dem Hügel thronte noch eine alte Burgruine. Die Jungs starteten unten vor den alten Stadttoren, fuhren dann einen Kreis um den Ort und durften dann den letzen Kilometer zur Ruine hochfahren. Jedenfalls fast. Der restliche Weg konnte nur mit Pferden bewältigt werden. Aber das zählte natürlich nicht mehr.

 

Zuschauer gab es reichlich. Bei angenehmen Temperaturen verweilten sie zunächst bei den  Mannschaftsbussen. In der Hoffnung, einen ihrer Stars näher zu kennen zu lernen. Aber die Jungs ließen sich nur sporadisch blicken um sich auf den aufgestellten Rädern einzufahren.

Dann ging das Rennen auch los. Der in der Gesamtwertung schlechtplatzierteste startete zuerst. Die besten Fahrer zuletzt. Der Ehrgeiz war natürlich unterschiedlich verteilt. Die Helfer drehten einfach eine Runde und dass war es. Dann gab es die, welche eigentlich nichts besonderes vor hatten, dann aber ihren Vordermann zu Gesicht bekamen. Da erwachte dann der Ehrgeiz. Den Arsch konnte man ja einholen. So gab es auf dem letzten Kilometer den Berg hoch doch einige interessante Attacken. Die Zeitfahrspezialisten wollten das Rennen gewinnen. Die Rundfahrtspezialisten natürlich auch. Schon früh zeigte Simon Yates, dass er dieses Jahr die Sache nicht aus der Hand geben wollte und holte sich den Sieg. Später hatte Nils Politt vom Team Katusha Alpecin lange Zeit versucht ihn einzuholen. Am Ende Yates überbot ihn aber noch einmal um 7 Sekunden. Michael Kwiatkowski vom Team SKY konnte schon ach kurzer Zeit nicht mit denen Geschwindigkeiten von Simon Yates konkurrieren. Die 11 Sekunden am Ende zeigten noch eine Verbesserung und seinen Ehrgeiz. Er will die Rundfahrt gewinnen und baut seinen Vorsprung aus, denn seine härtesten Konkurrenten Egan Bernal aus dem eigenen Team und Superman Sanchez vom Team Astana verloren einige Sekunden. Trotzdem ist das Rennen noch verloren.

Ergebnis >>>>

 

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