Paris Nizza. Die Reise in den Süden.

Sturm war angesagt, als wir des morgens von unserem Büro los fuhren. Sturm über Paris. Sturm auf der Autobahn. Sturm überall. Wir befürchteten schon auf auf dem Kölner Ring irgendwo im Schlamm stecken zu bleiben oder von einstürzenden Neubauten erschlagen zu werden. Nichts davon traf zu. Auch in Belgien blieb es ruhig. In Frankreich auf der Route nach Paris tauschten wir hinter einer Peagestation die Plätze. Tatsächlich wehte es dort recht stark aus Richtung Süden. Meiner Frau wehte tatsächlich eine Locke von der Stirn. Doch trotzdem passierte uns dann noch ein Unheil. Bei einem weiteren Stopp, der wegen meiner fortgeschrittenen Insuffizienz  ( das Alter) nötig wurde, sprach mich ein Ire mit einem recht teuren Geländewagen an. Das heißt er rief mich mit laufenden Motor zu seinem Wagen. Ja, ich könne eine wenig  englisch. Er verklickerte mir, dass er gestern ausgeraubt und seiner Brieftasche ledig gemacht wurde. Nun sei er auf dem Weg zur Fähre und bräuchte dringend etwas Kleingeld, damit er diese benutzen könne.

Ich war schon ganz den Tränen nahe, weil man mir auch schon die Scheiben in Frankreich eingeschlagen hatte und so. Anderseits fand ich es  merkwürdig, dass er sich auf dem Weg nach Paris befand. So erzählte ich ihm, dass ich meinerseits äußert klamm sei und auch nicht wüsste wie es  in den nächsten Tagen weitergehen soll. Wer weiß das schon.

Jedenfalls bedauerten wir uns gegenseitig und wünschten uns dann eine gute Reise.

Das Hotel in Paris war glücklicherweise schon vorbezahlt. Nach dem Einschecken machten wir uns auf die Suche nach dem Geschehen um Paris Nizza. Start und Ziel der ersten Etappe sollte in Saint Germain en Laye sein , übrigens eine Partnerstadt von unserem Nachbardorf. Nach vielen hin und her fanden wir dann die Location. Mit den Presseaufklebern wird man auch gerne durchgelassen, während andere Unglückliche ihr Auto heute auf dem städtischen Autoabstellplatz abholen müssen. Wo ist der nur in Paris? Ich sah jedenfalls viele Gesichter verstörter französischer Autofahrer.

Nachdem wir die Location gescheckt hatten wussten wir, dass es morgen hart werden würde überhaupt in die nähere Umgebung des Starts zu kommen. Das wird echt mühsam werden.

Jedensfalls steht morgen die erste kleine Etappe auf dem Programm. Von Saint Germain en Laye dahin zurück. 138 km für die Jungs und für uns ein langer Tag.

 

 

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