Paris Nizza. Die 3. Etappe.

Heute stehen 200 km auf dem Programm beim Rennen von Paris Nizza. Es geht von Cepoy nach Moulins. Zunächst durch die bewaldete Gegend südlich von Cepoy. Hier wohnt praktisch kein Mensch. Dann kommt man über den Kanal de Briare an die Loire. Nun führte die Strecke durchs Loiretal Richtung Moulins. Ich kann hier jeden nur ganz persönlich raten hier mal vor dem Rennen lang zu fahren. Man kommt in Gegenden wo man absolut sonst nicht hinkommen würde. Kleine Landstraßen, kaum breiter als ein Feldweg winden sich 20 oder 30 durch die Landschaft. Ab und zu taucht mal ein Gehöft auch. Oder auch nicht. Auf jeden Falls sieht man Störche auf den Wiesen nach Fröschen suchen. Na, ist das nichts nichts.

Morgens sind wird noch einkaufen gewesen. Die Jungs vom UAE Team waren schon an ihrer Ausrüstung am Basteln. Die Räder hatten sie bereits auf dem Begleitwagen installiert. In der Nacht waren sie im gut abgesicherten Truck gelagert. Ein Wagen davor und ein Wagen dahinter. So konnten Diebe weder den Öffnen noch ganz klauen.

Wieder zogen wir es vor den Pfeilen zu folgen und uns ein schönes Plätzchen zum Fotografieren zu suchen. Zunächst legten wir am Kanal de Briare einen Nordic Walking Stop ein. Wir sind ca. 2 Stunden vor dem Peloton unterwegs und der Start ist noch nicht erfolgt.

Danach ging es weiter an die Loire. Mit ihre leichten Strömung und ihren vielen Sandbänken. Ich träume immer davon mit meinem Faltboot mich hier runter treiben zu lassen und auf den zu Zelten. Dabei ist es allerdings geblieben. Bei der Brücke ist ein Rastplatz mit Bänken. es hat 14 Grad und wenig Wind. Wir beschließen zu essen. Cevapceci.

Dann wird auch das Rennen gestartet. Die Jungs lassen sich Zeit. Erst nach 30 km entschließen sich zwei Fahrer zu einer Solonummer. Vielleicht auch auf Anraten ihrer sportlichen Leiter.

Schnell holen über 3 Minuten Vorsprung heraus. Es sind zwei Fahrer von Delko Marseille. Navardauskas und Fedelli. Die Lücke zum Peloton vergrößert sich auf über 5 Minuten. Die Jungs haben die Ruhe weg. Der Wind kommt aus Süden. Natürlich nicht so stark wie gestern, trotzdem kommen sie nur mit einem Schnitt von rund 35 km/h voran. Dafür ist das Wetter schön. Sonne und keine Schnee oder Graupelschauer.

Bei der Brücke sinkt Vorsprung der Jungs wieder. Gegen 15 Uhr kommt auch wieder ein wenig Wind auf. Der ist recht böig. Wir warten ein paar Kilometer vor der letzten Sprintwertung. Es ist ein kleiner Anstieg. Hier warten wir nicht alleine. Man kann vielleicht zu brauchbaren Fotos kommen. 

Mit dem Timing wird es heute nichts. 60 km vor der Sprintwertung haben die Fahren noch einen Rückstand auf den langsamsten Schnitt von rund 20 Minuten. Gegen Ende geben sie zwar immer Gas. Aber viel aufholen werden sie nicht mehr.

Irgendwann sind sie dann bei uns vorbeigekommen, 23 km vor dem Ziel. Die beiden Ausreißer sind inzwischen wieder eingeholt worden. Nicht nur das, sie haben ihren Job getan. Werbung für Delko Marseille gemacht und dürfen nun Windschatten des Teamwagens sich zum Ziel begeben. Das Peloton ist fast komplett. Nur ein paar Jungs fahren hinter dem Peloton. Fabio Aru hatte schon lange vorher die Flügel gestreckt und ließ sich im Mannschaftswagen durch die Gegend chauffieren. D a wird der Teamchef schon die richtige Fleppe zur Schau gestellt haben.

Kurz vor dem Ziel echauffierte sich Team SKY für ihren Helden  Egan Bernal. Aber daraus wurde nichts. Auch andere hatten ein Interesse. Insbesondere Bora Hansgrohe mit Sam Bennet. Der gewann den Sprint nämlich vor Caleb Ewan. Da wird morgen gut gelaunte Gesichter bei den Jungs sehen. Viel mehr dürfen sie nicht mehr erwarten. Das gelbe trikot sitzt weiterhin auf den Schultern von  Dylan Groenewegen. Morgen kommt die erste Bergetappe. Dann wird es für die Sprinter etwas schwieriger werden.

Für uns wurde es auch schwierig. Das Hotel in Vichy war einfach nicht zu finden. Das Gewirr von Einbahnstraßen kann einen in Vichy zum weinen bringen. Als wir zum gefühlten 5. Male an dem Hotel vorbeifuhren sahen wir es. Zugegeben haben wir auf einer Busspur die Einbahnstraße entgegengesetzt genutzt und plötzlich sahen wir, was wir vorher nicht gesehen hatten. Hotel Kyriad. Im fünften Stock hing das nicht beleuchtete Schild. Wahrscheinlich sind wir noch öfter daran vorbeigekommen. Die Stadt ist sehr sparsam mit Straßenschildern, was die Namen betrifft. Dafür gibt es reichlich solche mit Einbahnstraßen.

Die Irrfahrt der Tourmann Redaktion hatte aber den Vorteil, dass wir so ziemlich an allen anderen Lokalitäten von Paris Nizza vorbei kamen. Wir wissen jetzt, wo die Tourbusse der Teams am Straßenrand stehen. In unseren Hotel können Teams untergebracht werden. Keinerlei Parkplätze. Wir waren wirklich dankbar, dass ein freundlicher Autofahrer gerade wegfuhr und und uns einwies. Sonst hätten wir zwar das Hotel gefunden, uns aber erstmal auf die Suche nach einem Parkplatz machen müssen. Das wäre noch bitter geworden. Wahrscheinlich hätten wir nicht mehr zurück zum Hotel gefunden. Wegen der ewigen Rumgurkerei  werden  Touristen des öfteren als Mumien in ihren Autos aufgefunden.

Ergebnis >>>>>

 

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