Mo. Dez 9th, 2019

Paris Chauny

3 min read

Während sich die Auserwählten in England durch den Regen schleifen durften, quälten sich die Minderbegabten von Paris über 207 km nach Chauny. Das Wetter dürfte nicht viel schlechter gewesen sein. Und so kamen auch nicht wesentlich mehr Fahrer  als in Harrogate im Ziel an. In Yorkshire waren es wohl 46 von 196 und in Chauny 52 von  gut 120. Das zeigt die übrigens die allgemeine Tendenz auf, dass man im Herbst in aussichtslosen Situationen mal eher vom Rad steigt, wenn man abgehängt wird. Ganz krass musste das gestern Mathieu Van Der Poel erleben, der 10 km vor dem Ende von seinem Körper den Stecker gezogen bekam, obwohl er bis dahin als Weltmeister gehandelt wurde. Aber Großvater Poupou ging es ja oft auch nicht anders. Für die Journalisten galt, mal wieder aufs falsche Pferd gestern. Sowohl mit Van der Poel als auch mit Trentin.

Nicht auf falsche Pferd, oder vielleicht doch, hatte man bei einer anderen Sechserbande gesetzt. Die  Jungs kamen auch teilweise durch. Bei Paris Chauny, Das bekanntlich, wie alle nach Norden abgehenden Rennen in Compiegne gestartet wird. Der Eisenbahnwaggon im Wald von Compiegne ist dabei unvermeidlich. Der Start beim schönen Schloss irgendeines Ludwigs, überhaupt bauen ja Ludwigs generell gerne schöne Schlösser, ist dabei unvermeidlich. Doch, die Hütte ist schön, allein die Bibliothek und dann der tolle Garten. Wer hat das schon?

Ne , Compiegne ist wirklich eine Reise wert. Ich kann den Ort wirklich nur empfehlen. Compiegne ist allerdings nicht Paris. Und so sind es dann nach Chauny sicher nicht 207 km. Dieser Missstand wird durch zahlreiche Schleifen dann reichlich ausgeglichen. Auch in England wurden ja nach einer verkürzten Anreise noch 9 Runden gefahren. Das gibt den Jungs Gelegenheit ihre psychisches Wohlbefinden im Herbst zu überprüfen. Wenn das mit dem Gehirn nicht mehr klappt, steigt man in den Mannschaftsbus.

Philip Walsleben von Team Corendon hatte die gesunde Härte. Vielleicht weil seine Arbeitszeit früher erst im Herbst mit den Cyclo Cross Rennen richtig begann. Eigentlich hat er ja diesem Thema ein Ende gesetzt- Aber jetzt ist er wieder den Cyclo Crossern von Corendon Circus gelandet. Aber die wollen sich auch verändern.

Walsleben hatte sich mit zwei weiteren Kollegen in der Endphase des Rennens nach vorne gekämpft. Dann macht er seinem Kollegen Van der Poel und ließ sich den Stecker ziehen. Im Gegensatz zu seinem Vorgesetzten langte es aber noch mit 9 Sekunden Rückstand zu Platz vier.

Alexander Krieger vom Team Leopard Pro Cycling war als zweiter Deutscher bei diesem Rennen dabei. Er kam als 27 ins Ziel. Mit über 4 Minuten Rückstand. Aber er kam ins Ziel, was ja nicht von jeden sagen kann.

Gewonnen hat das Rennen der Franzose Anthony Turgis vom Team Total Direct Energie.

 

Ergebnis >>>>

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