Oman Rundfahrt 2. Etappe

Denk ich an Greipel in der Nacht bin ich um den Schlaf gebracht. So ähnlich werden meine Professoren früher über mich gedacht haben. Aber aus mir ist ja immerhin noch ein Kapitän auf großer Fahrt, ein Wirtschaftsingenieur ( keine Ahnung wie man das schreibt) und vor allen noch Radsportjournalist geworden. Man soll die Hoffnung also nie aufgeben.

Aber wenn ich ehrlich bin, Greipel und die Tour de France. Das wird ein harter Brocken. Gut, zugegeben, es ist verdammtes Pech, wenn man auf den letzten 9 Kilometern eine Panne hat und man sich zurückkämpfen muss. 

Wenn es dann noch die einzige Etappe einer Rundfahrt ist, die man sicher in der Tasche haben sollte und stattdessen dafür die Konkurrenz ordentlich punktet, dann kann man nur von Pleiten, Pech und Pannen reden.

Und jeder Chinese weiß, im Radsport, beim Snooker und im Leben braucht man Glück. Man hat eben keinen guten Stern, wenn man die weiße Kugel auf den Snookertisch versemmelt.

 

Die heutige Etappe der Oman Rundfahrt war ebenso wie die nun folgenden  dazu nicht angetan einem Sprinter ein Lächeln auf die Lippen zu zerren. Schon gar nicht André Greipel, der doch sonst einigermaßen über die Hügel kommt. Diese wurden jedenfalls heute zu hart angegangen und so blieb dem deutschen Sprinterdenkmal nichts übrig, als hinterherzufahren. Greipel hat zwei Probleme. Beide kann er nicht selber lösen. Einmal kann sein Team ihm nicht die Sprints anfahren, wie vorher Marcel Sieberg bei Lotto Soudal. Bei älteren Fahrern wie Cipollini hat man gesehen, dass das absolut notwendig war. Zum anderen ist er in zweite Liga  herunter gestiegen, zu seinem Pech in die zweite französische Liga und hier wird mit den allerhärtesten Mitteln ums Überleben gekämpft. Wer in diesen Haifischteich überleben will braucht Glück. Xingchi, wie der Chinese sagt.

Natürlich wollen wir hier nicht nur Trauerreden halten, sondern auch ein wenig über die Oman Rundfahrt berichten. Die heutige Etappe über 156 km hat Lutsenko vom Team Astana gewonnen. Kurz dahinter kam Alexander Kristoff, der Sprinter vom Team UAE. Auch ein Sonny Colbrelli vom Team Bahrain Merida war nicht fern. Somit werfen sie mir bitte nicht vor, dass hier mal ab und zu “Don`t cry for me Argentina” gesungen wird. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

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