Sa. Jan 25th, 2020

Mathieu Van der Poel demütigt erneut die Belgier

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Mathieu Van der Poel

Weinend schleppten sich die Menschen vom Platz. Gestern sah man noch lachende Gesichter, ein Van der Poel auf dem dritten Platz und vorneweg der belgische Meister. Da schmeckte das Bier.

Doch heute beim Druiven Cross in Overijse schlug der fliegende Holländer  und brachte auch die Tränen in den Augen der Fans zurück. Dabei hatte man sich schon so sehr auf die Abschlachtfete gefreut und war zahlreich zum Fest erschienen. Leider spielte einer nicht mit. Oder viele. Ganz wie sie wollen. Denn die Jungs, die gestern noch die Hauptrolle bei der Wiederherstellung der belgischen Ehre gespielt hatten ,waren heute von der Rolle. Das heißt, eigentliche spielten sie ihre gewohnte Rolle, das einmütige Hinterherfahren hinter Mathieu Van der Poel.

Hörte man gestern noch, dass endlich der Bann gebrochen sei, dass endlich der Unbezwingbare in de Schranken gewiesen werden konnten, so hörte man heute nur noch das Wimmer der Meute. Der Fans und der belgischen Journalisten. Man beschwor einen Wout Van Aert als Heilsbringer. Doch der Held der vergangenen Tage, wurde von der Tour de France schachmatt gesetzt und versucht nun verzweifelt wenigstens in der kommenden Klassiker Saison eine Rolle spielen zu können.

 Nein, auf den weißen Ritter können die Flamen nicht hoffen. Allein auf einen schlechten Tag von Van der Poel. Der wird sich hoffentlich bald der Straßensaison zuwenden und dann von der Bildfläche des Cyclocross verschwinden. So Gott will.

Hinter Mathieu van der Poel reihten sich die bekannten Gesichter ein. Schlimm war, dass hinter Van der Poel ein Engländer nach Pidcock sich einreihte und erst die dritte Position von einem Belgier namens Quinten Hermans belegt wurde. Der belgische Champion Toon Aerts traute sich irgendwie nicht ins Ziel. Man sah ihn verschämt als Vierten langsam einradeln. Gestern noch Top und heute schon wieder vergessen.Von einem Eli Iserbyt will ich gar nicht reden.  Wenn ich mir den enttäuschten Originalton der belgische Fernsehkommentatoren anhöre, kann ich nur hoffen, dass die beiden ihren Job nicht hinschmeißen. Aber die Jungs sind hart im Nehmen.

Marcel Meisen wurde übrigens 9. mit 3:24 Minuten Rückstand. Soviel zur Qualität der deutschen Cyclocrosser.

 

 

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