Marcel Kittel`s letzte Stunde bei Paris Nizza

Le Kaiser va a pied. Le Kaiser wird Marcel Kittel in Frankreich genannt. Sein Gang nach Canossa war gestern. Die letzten Anstiege nach Pelussin zeigten dem langwierigen Regenten der Sprinter seine Grenzen auf. Er hatte wohl vorher eine Panne. Jedenfalls meldete das Radio Tour. Danach wurde er von seinem Team ausgesetzt und radelt alleine die Cote La Chappel, die Fortsetzung der steilen Cote de Condrieu hoch. Man musste lange warten.

Ich konnte eine Gruppe von Motorradfahrern abhalten ihm entgegen zufahren. Die dachten, das Rennen wäre schon zu Ende. Auch so kann es kommen. Mancher Rennfahrer weiß bis heute nicht, warum er nicht im Krankenwagen liegt.

Vor Kittel kamen noch ein paar lachende ältere Radfahrer hoch. Und noch eine Gruppe fröhlicher Mädels. Das allez allez hat sie sicher noch einmal angespornt. 

Dann sah man Minuten später eine Gruppe Fahrzeuge im Hang auftauchen. Weit entfernt. Die Entourage des Kaisers. Ein Polizeimotorrad voran. Dahinter ein Teamwagen, das  Voiture Balai, ein Abschleppwagen und das Polizeiauto mit dem Schild Fin de Course. Es dauerte lang bis sie bei uns waren. 

Le Kaiser va a pied. So schien es. Sein Gesicht wandte er ab, als er vorbeikam. Es war nicht sein Tag und da die folgenden es auch nicht werden würden, stieg er irgendwann mal vom Rad.

Allez,Allez. Le Kaiser. Allez au bord de Voiture Balai.

 

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