Katalonien Rundfahrt. Kein Sprint für Andrè Greipel

Heute sollte eine der wenigen Chancen für die Sprinter bei der diesjährigen Katalonien Rundfahrt sein. Schon der bei der ersten Zieldurchfahrt konnte sich André Greipel, der deutsche Topsprinter vom Team Arkea Samsic, die Malaise anschauen. Die Veranstalter hatten die Höttinger Höll, die Mauer von Huy, bzw den letzten Kilometer von Lüttich Bastogne Lüttich  im Sinn und im kleinen Maßstab imitiert. Kurz und gut, man wollte dem spanischen Weltmeister einen Festbraten servieren und das in Katalonien.

 

Chris Froome konnte, durfte und musste sich die Sache von hinten anschauen.

Schon bei der Anfahrt zu ersten Zielpassage war er in einer Enge Gasse mit dem Bora Fahrer Jay McCarthy zusammengerauscht und auf der Straße gelandet. Die Rennradfahrer sagen dann, die Tapete ist ab. Außenstehende sollte sich das aber lieber nicht erlauben. Die Schmerzen waren bei Froome nicht zu übersehen und die Fleischwunden auch nicht. McCarthy war dagegen nicht so lange im Bild. Froome und seine Gruppe verloren ordentlich an Zeit. Waren es zunächst drei Minuten kamen auf den restlichen 30 Kilometern noch über 10 Minuten zusammen. Da hatte einer wirklich keine Lust mehr auf Radfahren. Andreas Schillinger von Bora Hansgrohe war mit in dieser Gruppe. Schillinger hatte sich zuletzt in Italien einige Verletzungen zugezogen und nutzte jetzt die Gelegenheit um sich bei der Katalonien Rundfahrt wieder einzurollen. Gestern hatte schon 18 Minuten verloren. Da machten die 14 Minuten heute den Kohl auch nicht mehr fett.

Ach ja es gab ja noch ein Radrennen.

Die 3. Etappe der Katalonien Rundfahrt. Drei Mann versuchten es Thomas DeGendt heute gleich zu tun.

Allein, es blieb bei dem Versuch. Sie hatten zwar einen Vorsprung von über 3 Minuten herausgefahren. Der wurde gegen Ende des Rennens systematisch verkürzt. Insbesondere die Sunweb Mannschaft beteiligte sich an der Nachführarbeit. Bei der ersten Zielpassage, so 35 km vor dem Ende hatte sich noch einen Vorsprung von 1 Minute und 30 Sekunden. Im letzten Anstieg zerfiel dann die Gruppe. Wie das so häufig passiert, wenn der Eilzug von hinten anrauscht. Einzig der Tschechische Meister Cerny von Team CCC rettete sich eine Zeitlang bevor dann auch überspült wurde.

Bis zum Zielort Saint Feliu des Guixols tat sich nichts Großes. Saint Feliu des Guixols soll eher der ruhiger Teil der Küste sein. Bis man den Namen ausgesprochen ist der Sangria wohl schaal geworden. Gut so für die Anwohner.

Max Schachmann führte das Peloton noch mal an der Stelle vorbei, die Chris Fromme von zukünftigen Team Ineos und seinem Team Kollegen Jay McCarthy zum Verhängnis wurde. Auch in der kurzen Abfahrt ließ er sich nicht überrumpeln und gelangte als einer der ersten an den roten Lappen. Der folgende knackige Anstieg sah zunächst keinen eindeutigen Favoriten. Man tippte generell auf Valverde. Doch der Weltmeister konnte sich nicht entscheidend lösen. Im kurzen 50 m langen Flachstück vor den Ziellinie spielte Michael Matthews von Sunweb seine Qualitäten aus und gewann doch noch vor Valverde. Max Schachmann sicherte sich den 4. Platz und bleibt in der Gesamtwertung hinter Thomas DeGendt zweiter.

Andrè Greipel

Von André Greipel sah man keine Spur. In der Ergebnisliste fand ich ihn auf dem 157. Platz mit über 12 Minuten Rückstand. Noch weiter dahinter rollten Chris Froome, Andreas Schillinger über die Zielinie. Da haben wohl einige gedacht, wenn der Froome keinen Bock mehr hat, dann machen wir auch mal schön Station in der nächsten Eisdiele. Also, ich gönn es den Jungs.

Ergebnis >>>>>

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