Mo. Aug 19th, 2019

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Profi Radsport

John Degenkolb wird Zweiter bei Gent Wevelgem

3 min read
Gent Wevelgem

Das Rennen wird von den Veranstaltern auch großmäulig mit in Flanders Fields beworben. Soweit ich das den Kriegstagebuch meines Opa`s entnehmen kann, war das eine einzige Scheiße. Für alle Beteiligten. Ich finde solche Werbeaktionen halt immer ein wenig übertrieben. Auch mit Begriffen wie die Hölle des Nordens sollte man ein wenig sparsamer umgehen. Die dekorativen Friedhöfe enthalten oft nur das Kreuz mit dem Namen. Der Mensch selber liegt oft irgendwo auf den Äckern, zu tausend Einzelteilen verwest und seit hundert Jahren nicht mehr existent.

Trotzdem lernen die Machthaber meist nichts daraus und ss finden sich immer wieder Jungens, die darauf hereinfallen.

Reden wir lieber vom Radrennen. Damit alle Schlachtfelder einigermaßen abgegrast werden können, ist die Route über 250 km lang. Gerne werden die Stellungen auf den flandrischen Bergen an gefahren. Wer am  Mont Cats durch die Wälder streift, findet dort über die Reste von zerbombten Ziegelsteinen.

Der Berg ist der erste Anstieg der Rundfahrt. Er ist 163 m hoch und kommt nach 136 Kilometer. Vorher ist man durch die belgisch französische Tiefebene. Die ist sehr windanfällig und so raste das Feld mit über 52 Km/h durch die Gegend. Dabei bildeten sich schöne Windstaffeln und die Jungs erschienen in mehreren Gruppen an der Bergwertung am Mont Cats. Die erste Gruppe bestand allerdings schon lange vorher. Mit dabei waren John Degenkolb, Pascal Ackermann und Peter Sagan. Am Mont Cats hatte sie noch knapp eine Minute Vorsprung.

Als dann die ersten Berge überfahren waren und es wieder in Richtung Bailleul ging, hatte sich die hinteren Reihen wieder geschlossen. Allein die Spitzen Gruppe blieb bestehen. Aus der Spitzengruppe löst sich dann ein Quartett mit Peter Sagan von Bora hansgrohe. Mit dabei sind Theuns, Trentin und Theunissen.  Die restlichen Fahrer werden von einem reduzierten Peloton eingeholt. 68 Km vor dem Ende hat die Gruppe einen Vorsprung von 35 Sekunden. Es herrscht auf dem Weg nach Norden starker Gegenwind. So stieß Luke Rowe noch in den Hellingen zu den vier Spitzenleuten

Auf den letzten 30 km war es wieder flach und es gab ordentlich Wind auf die Schnauze. Die fünf wurden von einem Restpeloton eingeholt. Dann setzten sich noch einmal vier Fahrer ab . Sie erreichten auch den roten Lappen, aber Vorsprung war so gering, dass sie von der Meute auf den flandrischen Feldern niedergemacht wurde. Sie dürfen das ruhig in Anführungszeichen gesetzt sehen. Flanders Field. Äh ja.

Dann gab es den kleinen Sprint einer kleinen Gruppe. Den hat Alexander Kristoff vom Team UAE gewonnen. Zweiter wurde John Degenkolb von Trek Segafredo und dritter Oliver Naesen von Lotto Soudal.

 

 

 

 

Ergebnis >>>> 

 

 

 

 

 

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