So. Dez 15th, 2019

Jasper Stuiven gewinnt die Deutschland Tour

4 min read

Genau wie im Vorjahr brachte der letzte Tag keine Änderung an der Spitze der Gesamtwertung- Ich will damit nicht sagen, dass dieser Tag eine Tour d`honneur für den Sieger ist. Ganz im Gegenteil,  auch der letzte Renntag ist umkämpft. Jasper Stuyven vom Team Trek Segafredo musste sicher alles geben, um an der Tabellenspitze zu bleiben und Sonny Colbrelli vom Team Bahrain Merida hat sicher alles getan um sich den Erfolg noch zu holen. Man sah die Jungs vom Team lange vor dem Start zusammen stehen- Auch Ete Zabel schaute mal kurz vorbei. Dem werden sie sicher nicht ihre Teamstrategie verraten haben. Jasper Stuyven sah dafür vor dem Rennen an der Startlinie sehr entschlossen aus.

So kam es dann zunächst zu einem Kampf um das Bergtrikot. Magnus Cort Nielson sicherte sich soviel Punkte, dass er noch mit Vincenzo Nibali gleichzog. Doch der musste sein blaues Trikot, das er vorher noch auf der Startlinie lässig präsentierte hergeben. Er hatte trotz aller Lässigkeit am letzten Tag noch drum gekämpft und sich ein paar Punkte geholt. Doch Nielson hatte bei Gleichstand am Ende einen Sieg mehr und das gab den Ausschlag zu seinem Gunsten.

Nach den Bergwertungen kam es allerdings zu einem Waffenstillstand. Der hielt bis in die Schlussrunden. Obwohl zwei Fahrer, darunter Joshua Huppertz von Lotto Kernhaus, unterwegs noch ein paar Fernsehminuten herausschunden.

Beim Bonussprint ging es dann wieder um Sekunden. Lutsenko sahnte die meisten ab, hatte am Ende aber keinen Platz dem Podest, weil er im Schlusssprint nur vierter wurde.  Sonny Colbrelli sah beim Bonussprint kein Land und so nutzte ihm der Sieg am Ende nur wenig, weil ihm drei oder vier Sekunden in der Endabrechnung fehlten. Glück für Jasper Stuyven, der in letzten Sprint der Rundfahrt nur 5. wurde und keine Sekunden mehr angerechnet bekam.

 

Die deutschen Fahrer und die Deutschland. Ja, das ist so ein Kapitel. Ich erinnere mich gut an die Zeiten, als die Rundfahrt vom einem deutschen Team dominiert wurde. Diese Zeiten mit allen ihren üblen Nebenerscheinungen sind Gott sei Dank vorbei. Obwohl manche Fans am Straßenrand von der guten alten Zeit sprechen.

Die Bora hansgrohe Leute zeigten sich am Morgen auf dem Podium noch zuversichtlich für einen Tagessieg. Wer Pascal Ackermann`s Qualitäten in den Anstiegen gesehen hat, durfte daran zweifeln. Und André Greipel vom Team Arkea Samsic ist nicht mehr der Mann von früh. Der bei der Tour de France auf den letzten 30 Kilometern von Aubenas noch über einen schweren Pass ins Rhonetal fuhr und dort den Sieg abschoss. Vier deutsche Fahrer waren allerdings in der Spitzengruppe. Politt, der am Vortag seine Chancen auf einen Sieg vergab, Geschke als bester deutscher Sprinter an diesem Tag. Wenn ich ein Foto von diesen Typ machen will, schaut der mich immer so an, als ob ich gerade gegen sein Rad gepinkelt hätte. Muss ja mal gesagt werden. Dann waren da noch  Buchmann und Schwarzmann. Die beiden Männer von Bora hansgrohe hatte aber bei den Sprinter nichts zu kamellen. Dabei hatten die Jungs doch in Eisenach quasi ein Heimspiel. Katharina von Bora war doch die Frau von Martin Luther.

So fand man dann in der Endabrechnung keinen deutschen unter den besten Zehn. Vielleicht sollte man es wie die Schweizer bei der Tour de Suisse machen und mal eine Wertung für den besten deutschen Fahrer einrichten. Machen die Amis übrigens auch.

Ergebnis>>>>>

 

 

 

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