So. Dez 15th, 2019

Giro D’ Italia. Ackermann in lila.

3 min read

Nachdem gestern das das Team Ag2R seinen Leader aus dem Maglia Ciclamino herausgefahren hat, trägt es es wieder Pascal Ackermann vom Team Bora hansgrohe. Die 13 Punkte die er nun zu seinen Gunsten hat, dürfte Demare nicht wieder gut machen. Ich frage mich, ob die Franzosen überhaupt begreifen, was für eine katastrophe taktische Scheiße sie gestern gebaut hatten. Gut die Sprinter schalten auf dem letzten Kilometer das Gehirn aus. Aber der sportliche Leiter, der sollte da oben doch noch eine Leuchte haben. Zunächst konnte man schön sehen, wie Nico Denz vor dem heranrauschenden Feld ein paar extra Schleifen drehte. 15 Sekunden auf 1000 Meter wurden da sinnlos verplempert. Da braucht man am Ende auch nicht weinen. Trotzdem war die Leadoutfunktion von Groupama FDJ für Pascal Ackermann nicht gerade dem Team förderlich. Die Bora`s waren schon lange am Ende der Kräfte. Die hätten die Jungs an der Spitze garantiert nicht mehr eingeholt. Beinahe hätte Ackermann das Rennen noch gewonnen. Demare konnte nicht liefern und durfte halt sein Trikot abgeben dürfen. Hätten die die drei nicht eingeholt, hätte Ackermann maximal nur 18 Punkte geholt und Demare vielleicht sein Trikot behalten.

So läuft es halt.

Heute geht es von Treviso nach San Martino die Castrozza über 151 km. Die Etappe ist relativ kurz. Es geht aber auf den letzten 15 km hoch. Die Durchschnittssteigung beträgt rund 6 Prozent. Das ist nicht sonderlich viel, aber es gibt auch Stücke mit 10 Prozent.

Vorher gab es auch schon einen schöne Steigung. Die erste Bergwertung des Tages windete sich in Serpentinen im steilen Gelände auf den Passo San Boldo hoch. Eine Spitzegruppe überwand diese Schwierigkeit mit 7 Minuten Vorsprung. Die 12 Fahrer haben 41 km vor dem Ende einen Vorsprung von rund 9 Minuten. Bester Fahrer ist Pieter Serry vom Team Movistar mit über einer Stunde Rückstand auf den Führenden.

9 km vor dem Ende beginnt der Kolumbianer Chavez zu rödeln. Viele Kumpels hat er nicht mehr. Doch auch die will er loswerden. Bidard von Ag2R und Pieter Serry vom Team Deceuninck Quickstep lassen nicht locker. Immer wieder versucht es Chavez, doch die beiden haben ihr Gummiseil dabei. Später kommen noch weitere Fahrer zurück

. Das gefällt Chavez nun gar nicht. Denn er wer, wenn er mit denen auf der Zielgeraden erscheint, dann kann er das mit dem Giroetappen Sieg knicken. So macht er 2 Km vor dem Ende den entscheidenden Schlag. Diesmal geht er mit aller Gewalt und ohne Erbarmen vor. Seine letzte Chance. Sie gelingt. Den anderen geht die Luft aus. Bidard und Serry versuchen es bis zu ihren eigenen Verderben. Sie werden noch von Antunes und Vendrane und Carboni überrollt.

Hinten bei den Favoriten, die acht Minuten Rückstand haben, ergreift Supermann Lopez die Initiative. Am Morgen hatte noch großmäulig sein Interesse am rosa Trikot angekündigt. Immerhin liegt er 6 Minuten zurück.

Heute holte 44 Sekunden heraus. Die großen Jungs haben ihn gewähren lassen wie eine lästige Zecke, die das Herrchen schon rausreißen wird.

Ansonsten gibt es im Norden Italiens nichts neues. Der morgige Tag mit den vielen Bergen wird die Vorentscheidung bringen. Da bin ich mir ganz sicher.

Ergebnis >>>>

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