Mo. Sep 16th, 2019

Geraint Thomas wird die Tour fahren.

2 min read

Die Bilder gestern sahen schon erschreckend aus. Ein Fahrer von Astana lag im Gebüsch, von ihm redet man wenig und Geraint Thomas lag auf der Straße. Die Zweiklassengsellschaft im Radsport funktionierte wie am Schnürchen. Man redete nur von Thomas. Der Spiegel brachte schnell eine Meldung über Thomas raus. Sex oder so sells. Der Mann von Astana wurde mit keinem Wort erwähnt. Der hätte tot über einen Zaunpfahl hängen können, die Actionpresse hätte es mit keinen Wort erwähnt.

Falls es sie interessiert. Es war Andrey Zeits, der da im Straßengraben lag. Auf dem Video ist auch sehr schön zu sehen, dass der Arzt sich nur um Geraint Thomas kümmerte. Bei Zeits genügte wohl ein Betreuer. Auch Zeits war so scher betroffen, dass er das Rennen nicht fortsetzen konnte. Schreibt jemand über Andrey Zeits. Natürlich nicht, der ist so ein kleiner Malocher wie sie und ich und darüber verlieren Spiegel und Konsorten nun mal kein Wort. Wollen sie wissen wie es ihm geht. Er hat sich das Schlüsselbein gebrochen. Nichts was der Rede wert ist. Wollen sie wissen was ich von gewissen Kollegen denke. Lieber nicht!

Geraint Thomas ist übrigens nicht so viel passiert wie Andrey Zeits. Er hat sich eine Gesichtsverletzung und ein paar blaue Flecken zugezogen. Natürlich sitzt der Schrecken bei Ineos zunächst einmal tief. Man hat ja schon Froomey verloren und das Ausscheiden von Thomas hätte alle Träume für dieses Jahr zunichte gemacht. So ist es gut, dass der symphatische Geraint Thomas seinen Toursieg verteidigen kann. Die Konkurrenz hat allerdings Morgenluft gewittert und die Trainingsunterbrechung wird nicht gerade zum Wohlbefinden der Betroffenen beigetragen haben.

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