Mailand – Sanremo. Wer fährt mit ?

 

Natürlich sind bei Mailand – San Remo alle World Tour Teams mit dabei. Es stellt sich nur die Frage, welches Team hat wen aufgestellt?

Seit Jahren dominieren die Sprinter das Rennen. Der Tag ist halt fast 300 km lang. Aber Ende werden die Sprinter schön auf den Poggio eskortiert und dann geht es los. Spannung pur? Mitnichten. 6 Stunden Langeweile und dann 10 Minuten Hektik. Die Regisseure  der Teams wollen es nicht anders.

Es geht aber anders. Ich erinnere mich noch sehr gut, wie ich ziemlich unwissend in den achtziger Jahren mal an der Ziellinie des Rennens gestanden hatte. Wir wussten damals nicht, dass es das Ziel des berühmten Rennens war. Zunächst nicht. Dann erzählten es uns die Leute und wir blieben dabei. 3 Stunden passierte nichts. Langsam füllten sich die Tribünen. Dann wurden Werbekappen verteilt. Irgendwann erschien dann einzelner völlig verdreckter Fahrer an der Ziellinie und überquerte sie unter dem Aufschrei der Massen. Keine Ahnung wer das war. Nachdem die anderen durchgerollt waren war die Straße frei und wir konnten wieder zurück zu unserer Ferienwohnung fahren. Gut , vor 35 Jahren hatte ich mit dem Radsport noch nicht so viel  am Hut.

Reden wir lieber von hier und heute und vergessen mal die gute alte Zeit. Was durchaus ironisch gemeint. Beidseitig.

Wer von den Großen fährt denn dieses Jahr? Mit den Großen meine ich jetzt nicht die Herren Millionäre, die ein wenig frische Luft schnappen wollen und ansonsten mit dem Ausgang des Rennens nichts tun haben. 

Zunächst einmal Kartext. André Greipel ist nicht dabei. Letztes Jahr noch ziemlich unflätig von Cavendish aufs Kreuz gelegt worden, hat er dieses Jahr keine Chance. Damals stürzte sich die italienische Ambulanz auf Cavendish, während die anderen Fahrer vom örtlichen Kurpfuscher die letzte Messe gesungen bekamen.  Kein schöner Anblick.

Arkea Samsic hat es aso nicht geschafft, dafür fährt Voeckler`s Liebling Direct Energie mit. Niki Terpstra soll es richten. Vielleicht auch Niccolo Bonifazio. Auch Vincenzo Nibali wird es sicher versuchen. Ansonsten reden wir von John Degenkolb,Matteo Trentin, Caleb Ewan und Arnaud Demare, die sicher neu oder alt in die Siegerliste des Rennens eintragen werden wollen. Vielleicht wird es aber mal ein ganz anderer. Jemand, der mit ordentlich Vorsprung alleine auf die Zielgerade kommt. So wie 1983 Guiseppe Saronni aus Italien. Mit ganzen 44 Sekunden Vorsprung. Wollen wir nicht mal träumen?

 

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