Die zwei Gesichter des Radsports

Eigentlich gibt es ja immer viele mehr Ansichten als nur zwei. Aber wir neigen oft zum schwarz weiß. Manchmal ist es auch gut zu vereinfachen. Reden wir hier vielleicht von den zwei Gesichtern des Clowns.

Zwei verschiedene Orte, Länder mit der gleichen Radsportbegeisterung, zwei verschiedene Ansichten von Hilfsbereitschaft.

Sie sehen es jeden Tag auf der Autobahn. Helfer die stoppen um erste Hilfe zu leisten und Menschen, die den Vorgang mit dem Handy filmen und langsam daran vorbeifahren.

Bei der Katalonien Rundfahrt stürzte der portugiesische Meister Domingos Goncalves in einer Kurve schwer. Ein Fan filmte das, lachte dabei laut auf und sagte dann: ” Jetzt stehle ich dein Fahrrad.” Zur Ehrenrettung muss gesagt werden, dass der letzte Satz des vom Fan noch in Netz gestellten Videos lautet: “Wie geht es dir?”

 

 

Ein anderes Video zeigt den Sturz den drei Tagen von de Panne. Kurz vor Schluss werden die Fahrer von einer großen Straße auf eine sehr schmale abgeleitet. Es kommt zum Massensturz.  Zakkari Dempster von der Israel Cycling Academy kam schwer zu Fall und blieb bewegungslos liegen. Sein Landsmann Michael Hepburnvon Team Mitchelton Scott war zwar durch den Vorfall gestoppt worden, aber nicht betroffen. Statt wie die anderen Fahrer einfach vorbei zu schieben, lehnte er sein Rad an die Leitplanke und befreite Dempster von den über ihn liegenden Rädern. Dann kümmerte er sich um den Landsmanns bis ärztliche Hilfe kam.

Gut man sieht in diesen Video auch viele Seite der Medaille. Viele Fahrer kümmern sich nur um sich selbst. Es es ist ja ein Radrennen, aber wenn alle stehenbleiben, kommt der Arzt auch nicht an den Unfallort.

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