Sa. Jan 25th, 2020

Die Rückkehr des Schwarzen Ritters beim Azencross

3 min read

Ich muss es echt zugeben. Ich kann das Gewinsel der belgischen Journalisten nicht mehr ertragen. Statt einfach zu sagen, wir können alles außer Cyclocross, klammern sich an Strohhalme und seien sie auch noch so dünn. Nachdem die ganzen Asse bisher im Ärmel verbrannt wurden, soll nun Wout Van Aert den fliegenden Holländer ausstechen.

Wie verzweifelt muss eigentlich diese Generation von belgischen Sportjournalisten sein. Da wird dann vor dem Rennen schon groß in Hoffnung gemacht und Schlagzeilen produziert: “Van Aert ist überrascht: “Van der Poel ist nicht in Topform, es gab Chancen”. So singen die kleinen Kinder, wenn sie in den Keller müssen, um die Kohlen nach oben zu holen.

 

Der Azencross in Loenhout gilt nicht gerade als einfach. Die Strecke schön schlammig. Nicht so sandig wie gestern in Heusden Zolder. Es beginnt schlecht für Mathieu Van der Poel. Ist es die Nervosität oder hat er sich versteuert? Im Aufstieg auf die erste Brücke verliert er die Kontrolle über sein Fahrrad. Bevor er über Stag geht stellt er sich auf den Boden. Das Feld rast an ihm vorbei und der fliegende Holländer muss sich erst mal hinten anstellen. Die erste Runde wird von Eli Iserbyt angeführt. Wout Van Aert liegt auf Rang drei mit 7 Sekunden Rückstand und Mathieu Van der Poel hat 38 Sekunden verloren.

In der zweiten Runde wird klar, dass Wout Aerts nicht der schwarze Ritter sein wird. Er fällt weiter zurück und wird von Mathieu Van der Poel aufgelaufen. Ganz vorne haben sich Iserbyt und der Holländer Corne Van Kessel abgesetzt. Aber wird das langen?

Nach der dritten Runde hat der fliegende Holländer den Belgier Wout Van Aert stehen lassen und Anschluss an die Verfolgergruppe mit Tim Merlier und Laurens Sweeck gefunden. Bis zu Spitze sind es noch 22 Sekunden. Der Sturz hat die Sache spannend gemacht. Spannender als Van der Poel vorgehabt hat. Die Belgier gewinnen langsam die Erkenntnis, dass sie ihren von gewissen gewissenslosen Journalisten angeheizten Optimismus bezüglich Wout Van Aert aufgeben müssen. Doch wenn Eli Iserbyt in seinem schwarzenroten Trikot die Rolle über nimmt, dann soll es ihnen auch recht sein.

Der Kannibale greift sich einen nach dem anderen. In der vierten Runde greift er sich Corne Van Kessel. Nur noch Eli Iserbyt kann sich halten. Aber auch Wout Van Aert von Jumbo Visma hat wieder Lust bekommen und arbeitet sich langsam nach vorne.

Die zahlreich erschienenden Holländer beginnen zu singen. Mathieu Van der Poel klebt am Ende der Runde am Arsch von Eli Iserbyt. Das dauert nicht mehr lange. Wenig später ist es um Iserbyt geschehen. Doch der Belgier macht die Klette und ärgert Van der Poel gewaltig. Immer wieder beißt er sich heran. Doch in der letzten Runde ist es um ihn geschehen. Er hat nichts mehr zuzusetzen und wird Zweiter. Wout Van Aert hält sich bei seinem Comeback gar nicht so schlecht. Er wird Fünfter. Damit ist die Prognose von Mathieu Van der Poel von gestern eingetroffen.

Ergebnis<<<<

Glauben sie nicht , dass die Berichterstattung von Sporza mit einem Tweed des Siegers endet. Dazu sitzt der Schmerz zu tief.

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