Die Kolumbien Rundfahrt ohne Doper?

Letztes Jahr sind ja einige Leute bei der Kolumbien Rundfahrt wegen Dopings aufgeflogen. Natürlich waren es alles nachrangige Südamerikaner, die glaubten, der Mond bestehe aus rosa Käse. Vermutlich war es die erste richtige Kontrolle seit einem Jahrhundert. Wer konnte denn damit rechnen?

Trotzdem lassen es sich einige der Top Teams nicht nehmen und drehen ihre Frühjahrs Runden im Kaffeeland. Äh, ja.

Gut einige der Top Granaten des Radsports hat das Land auch hervorgebracht. Wir reden da von Quintana oder den lieben kleinen Nairo, wie meine Frau immer sagt, wir reden von den Sprinter Gaviria und Hodeg. Letzterer wird übrigens Hotsch ausgesprochen, wie er mir bei der Deutschland Tour im letzten Jahr versichert hat.

Die Tour Colombia, hieß die nicht im letzten Jahr noch anders, verteilt sich über 6 Etappen. Vom 12. Februar bis zum 17. Februar. Insgesamt werden in der Umgebung von Medelin, das wegen einer anderen Sache gerne seinen Ruf ein wenig aufpolieren muss 780 km gefahren. Nageln sie mich nicht auf den Kilometer fest.

Ich erinnere mich noch gut an meine Nächte auf dem Rio Magdalena ( Schönes Lied übrigens, Rio Magdalena lalala), wo ich dann mit der Morselampe und einer großkalibrigen Leuchtraketen Pistole versúchen sollte, die bösen Piraten abzuwehren. Als 17 Jähriger glaubt man einfach nicht daran, dass die bösen Jungs einem die Lampe mit einem

Bildergebnis für rio Magdalena

Maschinengewehr ausknipsen können. Die kamen aber dann am hellen Tag mit einem Schnellboot, da war ich längst an Land, am Strand, oder wie der Laden hieß. Nachdem die offiziellen Wachleute( nur am Tag da) mal ein paar Worte von ihren Knarren haben sprechen lassen, gab es zwei Gefangene mehr in Kolumbien.

Duelle gab es natürlich in den letzten Tagen reichlich in Kolumbien. Ich rede nicht von der Kriminalstatistik, sondern vom Radsport. Zunächst hatten wir schon gestern das Zeitfahren der Mannschaften. Da wollten sich natürlich die anwesenden World Tour Teams nicht die Butter vom Brot nehmen lassen. Die Strecke war 14 km lang und das beste Team, es war das amerikanische EF Education First, gewann mit 15 Minuten und 5 Sekunden. Ich denke mal, die Kolumbianer werden vor Freude geschrieen haben.” Es leben die Gringos!” Man kennt ja solche spontanen Gefühlsausbrüche gegenüber den nordamerikanischen Nachbarn. Immerhin waren auch 2 Kolumbianer im Team und nur 4 Amis. Weise aufgestellt, würde ich sagen. Allerdings haben sie die beiden Kolumbianer als erste durch Ziel fahren lassen. Geschickter Schachzug, so macht man sich Freunde im Landesinneren. So führt nun der gute Rigoberto Uran nach dem ersten Tag das Klassement der Rundfahrt an. Verdient hat er es ja.

Der Tag danach, also heute, war den Sprintern vorbehalten. Man fuhr von La Ceja nach La Ceja. Kaum hatte man den Ort verlassen drehte man vier oder fünf Runden über die Hügel und kehrte dann in den Ort zurück. Die Strecke lag auf über 2000 m, war aber flach. Deutsche Skirennfahrer greifen da gerne mal zur Sauerstoffmaske, obwohl das von der FIS nicht so gerne gesehen wird. Wenns zum Sieg dient, sind deutsche Sportreporter auch gerne mal bereit so einen Verstoß zu negieren.

Jedenfalls kam es zurück in Ceja zum Sprint der Sprinter. Diesen gewann ein aufstrebender junger Mann namens Alvaro Hodeg vom Team Deceuninck. Der ist natürlich zur Freude aller Kolumbianer und übernahm auch gleich die Gesamtwertung. Morgen wird die Farce ein wenig weitergeführt und ich denke, dass auch dann am Ende des Tages ein Fahrer aus dem Gastgeberland vorne mit dabei sein wird.

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