Die englische Seite der Tour de Yorkshire

In England sagt man bekanntlich: ” Gefällt ihnen das Wetter nicht? Dann warten sie doch 5 Minuten. So war es die letzten Tage und so war es auch heute. Kaum schien die Sonne ein wenig, zeigte sich der nächste Regenschauer. Die Menschen hält es aber trotzdem nicht in den Häusern. Sie wollen ihr Jan Ullrich Feeling. Also nicht gerade den Ullrich, wohl aber das der Tour de France. Die Straßen sind unbequem in den Orten. Nass und eng und eckig. Das macht der recht großen Spitzengruppe zu schaffen.

 

Dann kommen sie doch tatsächlich in Whitby vorbei. Im Hafen liegt der gute alte Nachbau der Endeavour. Mir kommen die Tränen, denn mein Segelboot heißt ebenso, aus den bekannten Gründen. Da es sich bei der Original Endeavour bekanntlich um ein Kohlenschiff handelt, liegt auch bei uns in der Backkiste ein Sack Grillkohle.

Bildergebnis für hms endeavour whitby

Three cheers for Captain Cook.

Nach dem Ort sind noch 60 km zu fahren. Die dick eingepackten Ausreißer haben einen Vorsprung von 1 Minuten. Es geht zunächst am aufgewühlten Meer lang. Was bisher bei der Rundfahrt ein wenig vermisse, sind die einsamen Hügellandschaften. Aber vielleicht kommen die ja noch. Die Etappe endet heute nach 178 km in Scarborough. Hoffentlich gibt es da keine Affairs. Der Ort wurde durch Simon und Garfunkel ja ein wenig berühmter. Die Scarborough Fair hat allerdings  eine schon sehr viel längere Tradition.

 

Als dann wieder ein wenig ins Landesinnere geht, über die sanften Wiesen der Küstenhügel kommt der Wind zum Tragen. Sofort zerfällt das Hauptpeloton in viele einzelne Teil. Windstaffeln und Taktik sind angesagt. Vorne mit drin sitzt Chris Froome und sein Frackingteam. Für andere wird es nun bitter. Verzeihen sie bitte diese kleine Scherze. Bei anderen Teams wird nun auch nicht gefragt , ob sie nicht für die Zerstörung der Welt verantwortlich sind. Die EX SKY Jungens könnten vermutlich für einen Vollbiologen fahren und ihnen würde vorgeworfen, die Welt mit Kuhscheiße zu verschandeln.

Doch ja 40 km vor dem Ende sieht man was von der wunderschönen Heckenlandschaft Yorkshires. Die Jungs kämpfen sich durch die Ginsterhecken. Manche landen allerdings auch in ihnen, weil die Straßen so kurvig und glitschig sind. Die Spitzengruppe wird von der Gruppe Froome eingeholt. Jesper Asselman von Roompot versucht verzweifelt in den kurzen knackigen Anstiegen den Anschluss zu halten.

Auf den letzten 10 Kilometern sieht man ein gut 20 köpfige Gruppe an der Spitzer des Rennens. Mit dabei sind die Favoriten und die Ineos Truppe. Rick Zabel von Katusha ist allerdings nicht mehr dabei. Auch Asselman hat Rückstand. Zabel lag vor der Etappe am zweiter Stelle nur eine Sekunde hinter Asselman. CCC macht die Pace auf den letzten Kilometern für Greg Van Avermaet. Es geht am Meer lang. Eine Welle überspült kurz vor den Fahrern die Uferstraße. Sie fahren nur durch ein wenig Seewasser. Dann setzt Ineos den Sprint an. Greg Van Avermaet versucht sie zu überflügeln. Aber es gelingt nicht. Ein andere Fahrer gewinnt. Es ist Alexander Kamp vom Team Riwal Readynez Cycling.

Ergebnis >>>>

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